Unbefristet ist das Ziel

Befristete Arbeitsverträge ohne Grund durchkreuzen Lebensplanungen

ver.di-Kandidatencheck zur Landtagswahl

Befristete Arbeitsverträge ohne Grund durchkreuzen Lebensplanungen

Jürgen Weiskirch, Bezirksgeschäftsführer ver.di Jürgen Weiskirch, Bezirksgeschäftsführer

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in NRW will die Positionen der Parteien im Landtags- und Bundestagswahlkampf mit den Erwartungen ihrer Gewerkschaftsmitglieder abgleichen. „Das machen wir in all unseren Bezirken vor Ort mit Kandidatenchecks durch Befragungen. Denn die Zukunft unseres Landes entscheidet sich in den Städten und Gemeinden“, erklärte die nordrhein-westfälische ver.di-
Landesleiterin Gabriele Schmidt. ver.di hat jetzt dazu ein „Handlungsprogramm II“ vorgelegt. Titel: Gute Arbeit, nachhaltiges
Wachstum, soziale Gerechtigkeit.

Einer der Schwerpunkte des Handlungsprogramms wird im ver.di-Bezirk Siegen-Olpe angegangen. „Befristete Arbeitsverträge, besonders wenn sie keinen sachlichen Grund haben, behindern die Lebensplanung und haben erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität. Wir wollen sie mit Hilfe
unserer Politikerinnen und Politiker ein für allemal abschaffen“, sagte Jürgen Weiskirch, Geschäftsführer des ver.di Bezirks Siegen-Olpe. „Die Unsitte macht nicht einmal vor den öffentlichen Institutionen halt. Im öffentlichen Dienst sind rund 40 Prozent aller Neueinstellungen befristet, dies wurde bei den Verhandlungen der Tarifgemeinschaft der Länder mit ver.di bekannt. Negativer Spitzenreiter ist dabei die hiesige Universität Siegen. Wir erwarten eine klare Ansage der Kandidatinnen und Kandidaten, dass sie sich vehement für eine Beendigung dieser Praxis einsetzen“, so Jürgen Weiskirch.