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ver.di empfiehlt Corona-Impfung

Covid-19

ver.di empfiehlt Corona-Impfung

Corona-Impfung, Empfehlung ver.di NRW mit Canva

Die ersten Impfstoffe gegen das Coronavirus stehen zur Verfügung. Das schafft die Perspektive, die Pandemie wirksam einzudämmen und die massiven Einschränkungen des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens im Laufe der kommenden Monate zu überwinden. Es ist gut, dass Beschäftigte im Gesundheitswesen prioritär geimpft werden. Denn sie stehen im Kampf gegen die Pandemie in vorderster Linie, sind einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt und haben direkten Kontakt mit besonders gefährdeten Personen.

--- Hier informieren wir ausführlich ---

Erfolgreich wird die Impfkampagne, wenn sie auf Freiwilligkeit, Transparenz, und Entlastung setzt:
Die Entscheidung, sich impfen zu lassen, ist freiwillig und muss es bleiben. Es darf keine Diskriminierung aufgrund des Impfstatus geben – weder gesellschaftlich noch im Arbeitsverhältnis. Bei Einstellungen und anderen Fragen darf es keine Benachteiligung geben.

Der Zugang zu den Impfungen muss für Beschäftigte im Gesundheitswesen möglichst einfach und ohne zusätzlichen Zeitaufwand gestaltet sein. Dazu gehört, dass die Impfung in den Betrieben stattfindet und als Arbeitszeit anerkannt und vergütet wird – einschließlich Wartezeit, unmittelbare Nachsorge etc.

In den priorisierten Einrichtungen bzw. Bereichen müssen alle Beschäftigten frühzeitig Anspruch auf eine Impfung haben – unabhängig davon, ob sie in einem direkten Beschäftigungsverhältnis stehen oder bei Werkvertrags- oder Leiharbeitsfirmen angestellt sind. Gleiches gilt für Medizinstudierende im Praktischen Jahr und andere, die in den Einrichtungen tätig sind. Schutzmaßnahmen wie Abstandsregeln, Schutzkleidung und Tests müssen bis zum Abklingen der Pandemie aufrechterhalten werden.

Weder Tests noch Impfungen dürfen zu einer weiteren Belastung der Beschäftigten führen. Beschäftigte, Besucher*innen, Patient*innen oder pflegebedürftige Menschen regelmäßig zu testen ist wichtig, kann aber nicht »nebenher« von ohnehin überlastetem Personal übernommen werden. Auch für das Einholen von Einverständniserklärungen und andere Aufgaben in Zusammenhang mit der Impfkampagne ist zusätzliches Personal nötig, das von den Kostenträgern refinanziert werden muss.
Aus Sicht von ver.di überwiegt der Nutzen von Impfungen bei Weitem deren Risiken. Gesundheitsbeschäftigte sind Profis in Hygiene- und Schutzmaßnahmen, dennoch sind sie aufgrund ihrer Tätigkeit weit überproportional von Infektionen betroffen. Sich impfen zu lassen, bietet weitreichenden individuellen Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung, ist aber auch ein Akt der Solidarität mit anderen. Eine hohe Impfquote ist der einzige Weg, die Pandemie in absehbarer Zeit einzudämmen und das Leben vieler Menschen zu erhalten.