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Erneute Unruhe an der Uniklinik Düsseldorf

Gesundheit und Soziales

Erneute Unruhe an der Uniklinik Düsseldorf

Der Eingang der Uniklinik in Düsseldorf Stephanie Peifer Uniklinik Düsseldorf

Nachdem die beiden letzten Jahre an der Uniklinik Düsseldorf von großen Konflikten zwischen dem Vorstand und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) geprägt waren, sollte nach dem Abschluss der Vereinbarung über die Entlastung der Beschäftigten der Uniklinik in 2018 und des Tarifvertrags für die Tochtergesellschaften im Frühjahr 2019 eigentlich etwas Ruhe im Betrieb einkehren.

Diese wird nun erneut in Frage gestellt:

Von öffentlicher Berichterstattung begleitet wirft der Arbeitgeber einer Kollegin, die seit 40 Jahren im Betrieb beschäftigt ist, auf Grundlage von Zeugenaussagen vor, Bewerbern in ihrer Tätigkeit als freigestellte Personalrätin mitgeteilt zu haben, dass der mögliche Erfolg der Bewerbungen an eine Mitgliedschaft bei ver.di gekoppelt sei. Außerdem soll sie Geschenke angenommen haben. Aktuell liegt ein Hausverbot gegen die Kollegin vor und es wurde Anzeige erstattet. Zusätzlich wurde zwei Beschäftigten gekündigt, die ihrerseits Geschenke gemacht haben sollen. Alle Kolleginnen weisen die Vorwürfe zurück.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Rechtsvertretung übernommen und unterstützt die Kollegin in der weiteren Auseinandersetzung. Zudem hat ver.di dem Vorstand kurzfristig Terminvorschläge unterbreitet, um eine Klärung herbeizuführen, nachdem der Vorstand seinerseits erklärt hat, in einem Gespräch gerne seine Sicht der Dinge darstellen zu können, ohne allerdings auf die von ver.di geäußerte Kritik an der Härte der Maßnahmen sowie die Forderung nach Rücknahme der ausgesprochenen Kündigungen und Hausverbote einzugehen. Innerhalb des Betriebs wird eine Unterschriftenaktion zur Unterstützung der Kollegin durchgeführt. Zu den laufenden Verfahren äußert sich ver.di nicht, verweist aber auf die Unschuldsvermutung.

Ansprechpartner im Landesfachbereich Gesundheit und Soziales:

Jan von Hagen: 0211 - 61824 295 / jan.vonhagen@verdi.de