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Übertragung Tarifrunde der Länder auf Beamtinnen und Beamte

Beamtenbesoldung

Übertragung Tarifrunde der Länder auf Beamtinnen und Beamte

Das Ende Februar für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder verhandelte Ergebnis wird nun auch auf die Beamtinnen und Beamten und die Versorgungsempfängerinnen und –empfänger in NRW übertragen. Auf dieses Vorgehen haben sich am Freitag (22.03.2019) Gewerkschaften und Landesregierung bei einem Gespräch in der Staatskanzlei verständigt. Teilgenommen an dem Gespräch haben Frank Bethke als stellvertretender Landesleiter für ver.di NRW, Anja Weber (DGB), der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei NRW, Michael Mertens, die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Dorothea Schäfer, der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft NRW, Manfred Lehmann, der 2. Vorsitzende der komba NRW, Hubert Meyers, und die 2. Vorsitzende des Deutschen Beamtenbunds NRW, Jutta Endrusch. Außerdem nahmen der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes NRW, Roland Staude und der Vorsitzende des Bundes der Richter und Staatsanwälte in Nordrhein-Westfalen e.V., Christian Friehoff teil.

Laut der im Gespräch getroffenen Vereinbarungen steigen Besoldung und Versorgungsbezüge zum 1.1.2019 und zum 1.1.2020 um jeweils 3,2 Prozent und zum 1.1.2021 um weitere 1,4 Prozent. Die Bezüge der Anwärterinnen und Anwärter sowie der Referendarinnen und Referendare steigen um jeweils 50 Euro in 2019 und 2020. Außerdem erhalten diese einen zusätzlichen Tag Urlaub. In Anlehnung an das Tarifergebnis der tarifbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen der Pflege, erhalten auch die verbeamteten Pflegekräfte eine monatliche Zulage von 120 Euro.

„Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, unterstreicht Frank Bethke, stellvertretender Landesleiter von ver.di NRW. „Das heutige Gespräch war für uns ein Türöffner. Neben der Besoldungsfrage haben wir auch die Zulage für die verbeamteten Pflegekräfte durchgesetzt und die Grundlage für Gespräche über Themen wie die Belange der stark belasteten Beschäftigten sowie Arbeitszeit gelegt. Im öffentlichen Dienst braucht es dringend eine Qualitätsoffensive. Ein erster Schritt ist gemacht.“

Die angesprochene Qualitätsoffensive für den öffentlichen Dienst soll nun gemeinsam in weiteren Gesprächen auf den Weg gebracht werden.

Gespräche zur Besoldung DGB NRW Besoldungsgespräch in der Staatskanzlei - Anja Weber