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„Befristete Arbeitsverträge verbauen Zukunft“

Landesbezirksvorstand ver.di-NRW

„Befristete Arbeitsverträge verbauen Zukunft“

Das diskutierte der Landesbezirksvorstand ver.di NRW auf seiner Klausurtagung in Bielefeld-Sennestadt am 01. und 02. Oktober 2014:

Befristete Beschäftigung muss wieder zur begründeten Ausnahme und darf nicht zur Normalität werden. Jede 2. Einstellung ist mittlerweile eine Befristete. Schon 10% der Arbeitnehmer_innen in Deutschland sind bereits in dieser Situation, vorwiegend junge Menschen.

Deshalb ist es längst überfällig, so der Landesbezirksvorstand, den stetig ansteigenden Missbrauch des Instrumentes der Befristung von Beschäftigten durch die Arbeitgeber wieder einzudämmen.

Eine Gesellschaft, die es sich erlaubt, vor allem die junge Generation ständig der Unsicherheit befristeter Beschäftigung auszusetzen, dürfe sich nicht über sinkende Geburtenraten wundern.

Befristete Beschäftigung lässt keine Zukunftsplanung zu. Betroffene sind in der Situation, dass sie z.B. keine Kredite oder Mietverträge aufgrund „fehlender Sicherheiten“ bekommen. Sicherheit der Banken zählt offensichtlich mehr als Sicherheit für Familie und Kinder.

Die Politik darf nicht länger die Augen davor verschließen, dass sie hier dringend gefordert ist. Sachgrundlose Befristung muss gesetzlich verboten werden

Die ursprüngliche Begründung der Gesetzesänderung zum Aufbau von Beschäftigung den Unternehmen die Möglichkeit einzuräumen, Arbeitnehmer_innen befristet zu beschäftigen, ist nicht mehr haltbar. Trotz bester Auftrags- oder Geschäftslage wird befristet beschäftigt.

Der Landesbezirksvorstand hat sich jedenfalls vorgenommen, Druck zu machen auf die Arbeitgeber und Politik, um diesen Missbrauch zu beenden.

Es darf in unserer Gesellschaft nicht zugelassen werden, dass Manager und Unternehmen jedes erdenkliche Geschäftsrisiko auf die Arbeitnehmer_innen abschieben.