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Landesbezirksvorstand NRW verurteilt Angriffe auf Gedenkstätte …

Soli-Erklärung

Landesbezirksvorstand NRW verurteilt Angriffe auf Gedenkstätte Buchenwald

Wider das Vergessen - Solierklärung Buchenwald ver.di NRW Wider das Vergessen

Wider das Vergessen! 

Seit über 20 Jahren führen wir Seminare der historisch politischen Erinnerungskultur in der Gedenkstätte Buchenwald durch. Die bitteren Erfahrungen der Gewerkschaften aus der Zeit des Faschismus und das geschichtspolitische Erbe der Überlebenden sind zentrale Punkte für Konsequenzen sowie dem gesellschaftlichen und gewerkschaftlichen Handeln heute.

Geschichtsvergessenheit, Rassismus, Antisemitismus und wachsender Rechtsextremismus führen gerade in der Zeit der Pandemie zu Angriffen auf die Demokratie, die Zivilgesellschaft und nicht zuletzt auf die Stätten der Erinnerungskultur.

Die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes, die Menschenrechte und die ihnen zugrundeliegenden Werte bilden die Grundlage für die politische Bildung in der Bundesrepublik. Gewerkschaftliche Bildung ist daher auch gehalten, rassistische und rechtsextreme Positionen kritisch zu thematisieren und die damit verbundenen Risiken für den betrieblichen und gesellschaftlichen Frieden aufzuzeigen. Die deutsche Geschichte hat gezeigt, dass eine freiheitlich-demokratische Grundordnung eines Staates zerstört werden kann, wenn rassistische Grundhaltungen nicht rechtzeitig auf energischen Widerstand stoßen und sich so verbreiten und festsetzen können.

Deshalb verurteilen wir die gezielten Angriffe auf die Gedenkstätte Buchenwald und ihre Mitarbeiter*innen durch rechtsextreme und faschistoide Impfgegner*innen.

Wir solidarisieren uns mit den Mitarbeiter*innen der Gedenkstätte Buchenwald und fordern die Justiz auf, die „Täter*innen heute“ zu ermitteln und den in Hass-Mails geäußerten Aussagen, die zum Teil die NS-Verbrechen leugnen oder relativieren, mit der entsprechenden Härte des Rechtsstaates zu begegnen.