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Stellungnahme: Arbeitszeiterfassung zum Schutz der Beschäftigten

EuGH-Urteil

Stellungnahme: Arbeitszeiterfassung zum Schutz der Beschäftigten

Die ver.di Landesbezirksleiterin Gabriele Schmidt begrüßte das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH):

Düsseldorf, 14.05.2019

„Das Urteil des EuGH zur Arbeitszeiterfassung ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der Beschäftigten. Nur so kann einer Entgrenzung der Arbeitszeit Einhalt geboten und die EU-Richtlinien sowie die in der EU-Grundrechtecharta zugesicherten Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerrechte effektiv angewandt werden. In Deutschland ist mit Einführung des Mindestlohns bereits im Mindestlohngesetz eine Dokumentationspflicht der Arbeitszeit verankert worden. Razzien des Zolls, die in den letzten Wochen und Monaten auch in NRW durchgeführt wurden, zeigen aber, dass Kontrollbedarf besteht und der Missbrauch weiterhin ein Problem ist. Arbeitszeit ist in Europa keine dokumentations- und kontrollfreie Zone mehr. Vor allem, wenn es politische Bestrebungen gibt, Arbeitszeiterfassung als Bürokratiemonster und als wirtschaftsschädlich darzustellen, brauchen wir klare Richtlinien, die diesen entgegenwirken.“

Zum Urteil

Gabriele Schmidt Dietrich Hackenberg Gabriele Schmidt