Erwerbslose NRW

Informationen zum Kinderzuschlag

Informationen zum Kinderzuschlag

Kinderzuschlag 

Der Kinderzuschlag (kurz: »KiZ«) ist ein finanzieller Zuschuss, der zusätzlich zum Kindergeld bei den     Familienkassen beantragt werden kann. Er steht Familien mit geringem Einkommen zu, in denen die Eltern zwar ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten können,  aber für die Kinder Unterstützung benötigen.    

Mit dem KiZ soll verhindert werden, dass Familien allein wegen der Kinder Hartz IV oder Sozialhilfe     in  Anspruch  nehmen  müssen.  Ein  gleichzeitiger  Bezug  von  KiZ  und  Leistungen  der  Sozialhilfe     (SGB XII) oder Hartz IV (SGB II) ist daher in der Regel nicht möglich.     

Da wegen der komplizierten Regelungen bisher nur wenige Familien diese Leistung beantragt oder erhalten haben, wurden durch das »Starke‐Familien‐Gesetz« einige wesentliche Änderungen und Vereinfachungen beim Kinderzuschlag eingeführt. Sie gelten zumeist ab dem 1. Juli 2019, einige     wichtige Neuerungen aber erst ab dem 1. Januar 2020.     

Höhe     

Je nach Einkommenssituation kann pro Kind bis zu 185 € Kinderzuschlag gezahlt werden.     Wenn Einkommen von Eltern oder Kindern anzurechnen ist (siehe Seite 2), kann es weniger sein.     

Berechtigte     

Eltern, die einen Anspruch auf Kindergeld haben, können zusätzlich KiZ für ihre Kinder bekommen,     wenn diese unter 25 Jahre alt und unverheiratet sind und mit ihnen im selben Haushalt leben.      Bisher galt außerdem die Voraussetzung, dass mit dem KiZ (und eventuell Wohngeld) eine Hartz‐ IV‐Bedürftigkeit vermieden wird. Ab dem 1.1.2020 fällt diese Hürde weg. Wird der Kinderzuschlag     beantragt, darf jetzt das gesamte Familieneinkommen oberhalb des Betrags liegen, der nach Hartz IV gezahlt würde (Hartz‐IV‐Bedarf). Durch diese Veränderung  können Familien mit deutlich höherem Einkommen als bisher den KiZ erhalten. Familien, die den Kinderzuschlag 2019 noch      abgelehnt bekamen, können 2020 mit Erfolg einen neuen Antrag stellen. Ab dem 1.1.2020 gilt zu dem ein neues Wahlrecht. Wenn das (Erwerbs‐)Einkommen mit Kinderzuschlag und Wohngeld nur um max. 100,‐ € niedriger ist als der Hartz‐IV‐ Bedarf, dann     können Eltern wählen, ob sie KiZ oder Hartz IV beziehen möchten.     

Bewilligungszeitraum      

Kinderzuschlag wird für sechs Monate bewilligt. Anders als bisher wird er – einmal bewilligt – bis     zum Ende des Bewilligungszeitraums unverändert weitergezahlt, auch wenn sich das Einkommen     oder der Bedarf der Familie in der Zeit verändert. Wenn sich das Einkommen erhöht, kann der KiZ     trotzdem weiter bezogen werden. Es droht keine Rückzahlung der bezogenen Leistung. Verringert     sich  das  Einkommen  in  dem  Zeitraum, können die Familien sogar zusätzlich zum Kinderzuschlag Hartz IV beantragen.      

Eine Neuberechnung des Kinderzuschlags im Bewilligungszeitraum erfolgt nur, wenn der Gesetz‐    geber   in   der   Zeit   den   KiZ   erhöht   oder   wenn   sich   die   Zusammensetzung   der   Familie     (Bedarfsgemeinschaft)  ändert.  Damit  wird  der  Kinderzuschlag  zu  einer  verlässlicheren  Sozialleistung,                                        die sich nicht Monat für Monat ändern kann.  

Die Komplette Information hier zum Download.