Danke-reicht uns nicht

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Corona-Pandemie verändert gerade dramatisch unseren Alltag in Beruf und Familie. Vieles wird nicht mehr so sein, wie wir es bisher kannten. Dabei sind die Entwicklungen in unseren Fachbereichen und Branchen extrem unterschiedlich. Während die Einen mit den Folgen von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und existenziellen Problemen umgehen müssen, leiden gleichzeitig Beschäftige in den systemrelevanten Bereichen unter extremer Belastung. Aufgrund der politischen Entscheidungen zur Corona-Krise erleben wir allerdings auch unterschiedliche Einschränkungen in unseren Grundrechten: das Abstandsgebot, die Versammlungs- und Demonstrationsrechte, eine Vielzahl von Betriebsschließungen, Begrenzungen von Freizeitangeboten. Das betrifft alle Menschen in den Ländern, in denen die Corona-Pandemie um sich greift.

Zurzeit erleben wir eine hohe Akzeptanz und Solidarität in der Gesellschaft. Die Menschen, die die Belastungen tragen, um unser gesellschaftliches Leben, unsere Gesundheit und die notwendige Versorgung aufrechtzuerhalten, haben unseren Dank verdient. Dies geschieht auf unterschiedliche Weise und zeigt uns, dass Solidarität in diesen Zeiten doch noch tragfähig ist. Unter diesem Motto werden wir auch den 1. Mai innerhalb des DGB virtuell begehen. #dankereichtunsnicht

Solidarität, Anerkennung und ein DANKE -  reicht uns nicht.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir wollen mehr. Wir müssen unsere Lehren aus der Krise ziehen. Das gilt für alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Politik und Arbeitgeberverbände versuchen gerade, die Krise für ihre Ziele zu nutzen: Sonntagsöffnungen ohne Beschränkungen, Arbeitszeitgesetz und Mitbestimmung schleifen, tarifvertragliche Regelungen zur Aufstockung von Kurzarbeitergeld verweigern - leider in vielen Betrieben die Realität. Das kann und darf nicht das Ergebnis der Corona-Pandemie sein. Die Krise gibt Anlass, grundsätzlich darüber nachzudenken, wie wir zukünftig leben und arbeiten wollen. Dazu wollen wir auf unserer neuerstellten Internetseite (Anlagen: Beispielbilder Demoversion) Vorschläge, Erwartungen und auch Befürchtungen sammeln. Diese Internetseite soll mit Fotos bestückt werden. Außerdem können Kommentare in den Bildern eingebaut oder ohne Veröffentlichung an uns weitergeleitet werden.

Wir hoffen auf eine rege Teilnahme bei der virtuellen Aktion: Zur Homepage!

Mit solidarischen Grüßen

André auf der Heiden                                                   Gabriele Schmidt

Landesbezirksvorstandsvorsitzender                             Landesbezirksleiterin

 

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