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Theater der Unterdrückten

05.08.2022, 17:00 – 07.08.2022

Theater der Unterdrückten

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„Theater der Unterdrückten“

Neue Aktionsformen in der politischen Auseinandersetzung kennenlernen, ausprobieren und durchführen

Wer kennt das nicht? Ein Streik, eine Mitgliederversammlung, eine Betriebsversammlung oder eine Aktion in der Innenstadt werden geplant. Es wird ein Info-Stand organisiert und man verteilt Flyer. Oft wissen wir gar nicht, ob wir die  Kolleg*innen so noch erreichen oder eher langweilen. Vielleicht ist es an der Zeit einmal über Alternativen nachzudenken.

In diesem Seminar wollen wir uns mit verschiedenen Methoden des politischen Theaters auseinandersetzten, die Methoden kennen lernen und ausprobieren, um sie evtl. auch später in unserem politischen/betrieblichen Alltag ein zu setzen. Es sind keine neuen Methoden; Grundlage sind die Ideen von Augusto Boal, der diese vor vielen Jahren in Brasilien entwickelt und erprobt hat.

Wir werden in diesem Seminar mit unterschiedlichen Theaterübungen verschiedene Methoden erlernen:

  • Statuen Theater: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ Es gibt Dinge, die können wir nicht in Worte fassen. Dann helfen oft Bilder, denn Bilder drücken Sachverhalte plastischer aus, als Worte. Statuen Theater ist eine Methode, die genau an dieses Sprichwort anknüpft und den Menschen mithilfe von Bildern, Lösungsmöglichkeiten eröffnet.
  • Zeitungstheater: Grundlage für das Zeitungstheater sind Zeitungsartikel, Überschriften, aber auch Bücher, Reden usw. Vor dem Hintergrund dieser Meldungen und Berichte wird das Zeitungstheater gespielt - eine Auseinandersetzung mit aktuellen Themen.
  • Verstecktes Theater: Bei dem Unsichtbaren Theater gibt es keine Bühne. Jeder beliebige Schauplatz kann zu einer Bühne werden. Die Zuschauer*innen wissen nicht, dass sie Zuschauer*innen sind und das ein Theater gespielt wird, sie erleben das Geschehen zunächst als normale Alltagssituation.
  • Forum Theater: Im Forum Theater wird dem Publikum eine Szene vorgestellt, die schlecht und unbefriedigend endet. Ein Joker ermutigt das Publikum, die dargestellte Szene im Dialog zu einem besseren Ende zu bringen und kann somit Konflikte lösen.

Die Teilnehmer*innen können gerne schon konkrete Beispiele zu Themen mitbringen. Gemeinsam entwickeln wir ein Angebot, damit die erlernten Beispiele auch später in den Betrieben oder Bezirken eingesetzt oder umgestaltet werden können.

Das Angebot richtet sich an Aktive in Betrieb und Gesellschaft sowie interessierte Arbeitnehmer*innen. Kolleg*innen, die Spaß daran haben, mal was Anderes auszuprobieren, sind auf diesem Seminar genau richtig!

Wir freuen uns auf Eure Anmeldungen unter: bildung.nrw@verdi.de oder Telefon: 0211/61824-165

Grafik mit Menschen vor einer Bühne
© Abt. Bildung NRW

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