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Betriebsräte empört über Arbeitsminister

Betriebsräte empört über Arbeitsminister

Telekom 08.11.2005

Laumann soll Äußerung überdenken

„Mit Empörung“ haben Betriebsgruppenvertreter und Betriebsräte von 40.000 Telekom-Beschäftigten in NRW auf ein Interview des nordrhein-westfälischen Arbeitsministers Karl-Heinz Laumann reagiert. Laumann hatte zu der Absicht der Telekom AG, 32.000 Arbeitsplätze zu vernichten, in der Rheinische Post wörtlich erklärt: „Ich kann nicht von einem Unternehmen erwarten, dass es Menschen beschäftigt, wenn es keine Beschäftigung hat.“

Die Mitarbeiter der Telekom könnten „sich vor Arbeit nicht retten“ und versuchten „verzweifelt, trotz schlechter Rahmenbedingungen den Kunden gerecht zu werden und guten Service und Qualität zu bieten“, heißt es in einem Brief an Arbeitsminister Laumann. Der derzeitige Verlust von 100.000 Festanschlüssen pro Monat sei nicht nur auf die Politik der Regulierungsbehörde, sondern auch durch die Service- und Qualitätsverschlechterung aufgrund des langjährigen Personalabbaus zurück zu führen, schreiben die Vertreter der Beschäftigten. Man könne Service und Qualität nicht „mit ohnehin schon am Limit arbeitenden“ Mitarbeitern verbessern, „wenn man noch weitere 20 Prozent von ihnen abbauen will“, heißt es in dem Brief.

Dem Arbeitsminister wird „dringend“ geraten, seine Äußerungen zu überdenken und dann erneut öffentlich Stellung zu nehmen.

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