DuMont Mediengruppe

Warnstreik beim Bundesanzeiger Verlag: Arbeitgeber lehnt Verhandlungen zu Haustarifvertrag ab

Pressemitteilung vom 05.02.2024

Nachdem der Bundesanzeiger Verlag Ende Dezember die Aufnahme von Tarifverhandlungen für einen Haustarifvertrag für die rund 560 Beschäftigten abgelehnt hat, ruft ver.di nun zu ersten Warnstreikmaßnahmen auf. Am Dienstag (6. Februar) treten deshalb Beschäftigte des in Köln ansässigen Verlags ganztägig in den Streik. Gegen 10 Uhr wird es eine Kundgebung geben, zu der Streikende in der Amsterdamer Straße zusammenkommen.

„Bisher sind die Zahlungen nach Gutsherrenart rein freiwillige Leistungen. Das muss sich dringend ändern. Nur mit einem Tarifvertrag haben die Beschäftigten die verbindliche Planungssicherheit, die sie in Zeiten anhaltend hoher Preise dringend brauchen!“, erklärte Viktor Efa am Montag in Köln. „Da der Verlag bisher die Aufnahme von Verhandlungen verweigert, werden wir dem Wunsch der Beschäftigten nun mit ersten Warnstreiks Nachdruck verleihen. Die DuMont Mediengruppe - der Mutterkonzern des Bundesanzeigers - hat in den letzten Monaten bereits durch die Schließung ihrer Kölner Druckerei für viel Unmut gesorgt. Wir sehen deshalb die dringende Notwendigkeit, gemeinsam für positive Veränderungen einzutreten.“

ver.di fordert für die Beschäftigten des Bundesanzeigers den Abschluss eines Haustarifvertrages, aufbauend auf dem Tarifvertrag für Angestellte der Druckindustrie in Nordrhein-Westfalen. Dieser beinhaltet:

  • 35 Wochenstunden Arbeitszeit
  • 30 Tage Urlaubsanspruch im Jahr
  • Jahressonderzahlung/Weihnachtsgeld in Höhe eines vollen Monatsgehalts
  • Urlaubsgeld in Höhe von 68 Prozent des Monatsgehalts

Darüber hinaus sollen sämtliche erbrachte Leistungen (Treueprämien, Prämien sowie sogenannte außertarifliche Zulagen) in verbindliche tarifliche Leistungen überführt werden.

Die Gehaltsstruktur soll, ebenfalls aufbauend auf dem Gehaltstarifvertrag für die Angestellten der Druck- und Medien-Industrie im Land Nordrhein-Westfalen, tarifvertraglich festgeschrieben werden. Gefordert werden:

  • Die Erhöhung der Gehälter ab dem 1. Januar 2024 um 8,5 Prozent
  • Sowie eine Laufzeit von 12 Monaten 

Pressekontakt:

Viktor Efa - 01514 0569598, viktor.efa@verdi.de

V.i.S.d.P.:

Lisa Isabell Wahr
ver.di Landesbezirk Nordrhein-Westfalen
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