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Streikwoche beim regionalen Energieversorger Mark-E AG und ENERVIE …

Streikwoche beim regionalen Energieversorger Mark-E AG und ENERVIE Vernetzt GmbH

16.07.2018

 

Verantwortung liegt nun beim Vorstand

Anlässlich eines Streikfrühstücks vor den Toren der Unternehmen informierte Verhandlungsführer Jörg Koburg die Streikenden darüber, dass der Ball für eine weitere Verhandlungsrunde nun beim Vorstand liegt.

Anlässlich der Bürgersprechstunde am Freitag äußerte der Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister der Stadt Hagen Erik O. Schulz, dass die Tarifauseinandersetzung Angelegenheit zwischen Vorstand und Gewerkschaft sei. Die Anteilseigner und der Aufsichtsrat würden lediglich über die Ergebnisse informiert. „Damit“, so Koburg weiter, „habe der Vorstand ja nunmehr freie Hand ein akzeptables Angebot zu unterbreiten.“

Die Beschäftigten der Mark-E AG und ENERVIE Vernetzt GmbH haben seit 2013 keine tabellenwirksame Erhöhung bekommen, welche sich auch positiv auf die Altersvorsorge auswirken würde. In den Jahren 2015 und 2016 wurden anlässlich von Restrukturierungsmaßnahmen von den Beschäftigten zwei Nullrunden akzeptiert. Der Vorstand fordert für 2017 eine weitere Nullrunde und für die Jahre 2018 und 2019 würde es insgesamt eine Einmalzahlung von 1000 € für 24 Monate geben. Dies ist für ver.di absolut inakzeptabel.

„Die Beschäftigten mussten in den letzten drei Jahren Preissteigerungen in Kauf nehmen und konnten ihre Rechnungen für Strom, Wasser und Lebensmittel auch nicht mit dem Argument abweisen, dass sie keine Lohnerhöhung erhalten haben. Sie jetzt zwei weitere Jahre vertrösten zu wollen, führt zur Eskalation der Tarifrunde und zu massivem Widerstand“, so der Verhandlungsführer Jörg Koburg. Laut ver.di soll der Druck auf die Unternehmen diese Woche deutlich erhöht werden.