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Tarifverhandlungen mit den Töchtern des Uniklinikums Düsseldorf …

Tarifverhandlungen mit den Töchtern des Uniklinikums Düsseldorf - ver.di erwartet Wiederaufnahme der Verhandlungen

09.11.2018

Entgegen des Berichts der Rheinische Post vom 30. Oktober 2018, die Servicetöchter der Universitätsklinik Düsseldorf (UKD) hätten die Fachgewerkschaft vdla zu Gesprächen eingeladen, sieht sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) als zuständige Tarifvertragspartei für die Beschäftigten der Tochtergesellschaften. Eine entsprechende Zusage enthält das Schlichtungsprotokoll vom 31.08.2018.

Nach langen Streikwochen war es im Sommer zu einem guten Ergebnis für die Beschäftigten der Unikliniken in Essen und Düsseldorf gekommen. Die Gewerkschaft forderte dabei die Entlastung der Kolleginnen und Kollegen vor Ort und mehr Personal für die Krankenhäuser sowie einen Tarifvertrag für die Beschäftigten der UKD-Töchter.

„Wir sehen hier den Versuch, die Gewerkschaften gegeneinander auszuspielen“, betonte Niko Köbbe, der als Gewerkschaftssekretär in Düsseldorf. ver.di, der dbb beamtenbund und tarifunion, der für seine Mitgliedsorganisation vdla handelt, haben den UKD-Töchtern schon frühzeitig gemeinsam geführte Tarifverhandlungen angeboten.

ver.di wurde darauf schriftlich mitgeteilt, dass keine Verhandlungen mit ihr aufgenommen würden. Der dbb soll sich bis zum 15. November zu Separatverhandlungen bereiterklären.

Das Tarifvertragsgesetz enthält Regelungen, die auf die Vermeidung der Anwendung nicht inhaltsgleicher Tarifverträge verschiedener Gewerkschaften in einem Betrieb abzielen. ver.di hat diese gesetzliche Regelung auch deshalb abgelehnt, weil im Tarifbereich des öffentlichen Dienstes bereits seit Jahren von ver.di, dem dbb beamtenbund und tarifunion inhaltsgleiche Tarifverträge abgeschlossen werden. Diese Kooperation der Gewerkschaft ist vom Gesetzgeber ausdrücklich gewollt. Die UKD-Töchter wollen das Gegenteil.