Pressemitteilungen

AWO Tarifkommission beschließt Streiks

AWO Tarifkommission beschließt Streiks

Fachkräfte wehren sich gegen Degradierung 10.11.2014

Kitas, Seniorenheime, Behinderteneinrichtungen und Offene Ganztagsschulen der Arbeiterwohlfahrt in NRW sollen am 19. November ganztägig bestreikt werden. Das hat die ver.di-Tarifkommission für die Arbeiterwohlfahrt heute in Düsseldorf beschlossen. „Einen Tag vor der 5. Verhandlungsrunde für die 36.000 Beschäftigten des Wohlfahrtsverbandes wollen wir klar machen, dass die AWO-Kolleginnen und Kollegen nicht schlechter gestellt werden dürfen als die Beschäftigten in vergleichbaren kommunalen Einrichtungen“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Cremer. Am Kölner Sitz des Vorsitzenden des Arbeitgeberverbandes AWO-Deutschland soll eine zentrale Kundgebung stattfinden.

Kurzfristig anberaumte Warnstreiks könnten ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Eltern und Senioren würde man in diesem Fall so früh wie möglich informieren. Martinszüge sind in keinem Fall gefährdet, versicherte die Tarifkommission.

Nach vier Verhandlungsrunden sei man noch „weit voneinander entfernt“, kritisierte Cremer. „Der Grundsatz ist klar: AWO-Beschäftigte dürfen nicht zu zweitklassigen Fachkräften im Sozialbereich degradiert werden“, so der Gewerkschafter. „Über Modalitäten können wir verhandeln, aber nicht über Zahlentricksereien zum dauerhaften Nachteil der Beschäftigten.“ Cremer appellierte an die AWO NRW, einen akzeptablen Kompromiss nicht durch die bisherige Grundsatzblockade unmöglich zu machen. Die Gewerkschaft sei bereit, gemeinsam mit der AWO für eine höhere finanzielle Unterstützung der Einrichtungen durch die Politik einzutreten. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit eines Wohlfahrtsverbandes dürfe man aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten austragen.