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Uniklinik Düsseldorf: Urabstimmung + Warnstreiks / Uniklinik …

Uniklinik Düsseldorf: Urabstimmung + Warnstreiks / Uniklinik Essen: Warnstreiks

25.06.2018

 

Uniklinik Düsseldorf:

Urabstimmung über unbefristeten Streik beginnt

Warnstreiks von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche

Uniklinik Essen:

Warnstreiks am Mittwoch und Donnerstag

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, ver.di, ruft ihre Mitglieder in der Uniklinik Düsseldorf diese Woche zur Urabstimmung über einen unbefristeten Streik auf. Am späten Freitagabend, dem 29. Juni, soll das Ergebnis vorliegen. Stimmen 75 Prozent der anwesenden Gewerkschaftsmitglieder für den Streik, kann dieser unmittelbar beginnen. Von Dienstag bis Donnerstag finden zudem weitere Warnstreiks statt. Es ist erneut mit Einschränkungen im Krankenhausbetrieb zu rechnen.

„Wir bedauern, dass dieser Schritt nötig geworden ist. Das hätte nicht sein müssen“, so ver.di-Verhandlungsführer Jan von Hagen. Die Gewerkschaft begründet ihren Schritt mit dem Schweigen des Vorstandes der Uniklinik Düsseldorf. Bisher sei die Hoffnung, schnell wieder in Gespräche zu kommen, nicht erfüllt worden. „Die Warnstreiks hatten schon erhebliche Auswirkungen auf den Klinikbetrieb. Hätte die Klinikleitung, wie sie behauptet, das Wohl der Patientinnen und Patienten im Blick, hätte sie längst reagiert. Doch wir haben von den Herren bisher gar nichts gehört – keine Reaktion“, stellt von Hagen fest.

In dem Tarifstreit geht es um Entlastung für die Beschäftigten der Uniklinik. Der gravierende Personalmangel führt dazu, dass die Beschäftigten permanent überlastet sind. Seit Monaten fordern sie gemeinsam mit ihrer Gewerkschaft ver.di, dass sich das ändert. Doch auch eine Mediation scheiterte zuletzt an der Weigerung des Klinikvorstandes, über konkrete Personalzuwächse zu sprechen.

ver.di wird auch in einem unbefristeten Streik Notdienste zur Verfügung stellen, versichert von Hagen. Allerdings zeigt sich die Klinikleitung sogar bei der Festlegung von Notdiensten wenig kooperativ. „Es wurden als angebliche Folgen des Streiks Operationen abgesagt, obwohl in den benötigten Bereichen gar nicht gestreikt wurde und der Notdienst gewährleistet war“, erläutert der Gewerkschafter. „Das kann nur als bewusste Provokation und Eskalation verstanden werden. Die Sorgen der Patientinnen und Patienten werden missbraucht, um die berechtigten Anliegen der Beschäftigten zu diskreditieren.“

An der Uniklinik Essen werden die Warnstreiks am Mittwoch und Donnerstag fortgesetzt. Auch hier gibt es noch keine Fortschritte, aber eine Notdienstregelung konnte einvernehmlich getroffen werden.