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Geld und Wert: Warnstreiks sind ein starkes Signal an die Arbeitgeber. …

Geld und Wert: Warnstreiks sind ein starkes Signal an die Arbeitgeber. Weitere Aktion für morgen in Ratingen geplant

02.01.2019

Im Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsge-werkschaft (ver.di) und den Arbeitgebern der Geld- und Wert-Branche haben sich am Mittwoch (2. Januar) bundesweit rund 3.000 Beschäftigte - davon ca. 400 in NRW - an ganztägigen Warnstreiks beteiligt. "Das war ein starkes Signal an die Arbeitgeber, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen", sagte ver.di-Verhandlungsführer Arno Peukes. Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Branche, die die Bargeldversorgung von Banken und Geschäften sicherstellt, werden am Donnerstag und Freitag in Berlin fortgesetzt. ver.di ruft für Donnerstag (3. Januar) bundesweit erneut Beschäftigte auf, die Arbeit niederzulegen. Auch in Nordrhein-Westfalen werden nach dem ersten erfolgreichen Warnstreiktag wieder alle bereits am Mittwoch zum Streik aufgerufenen Betriebe bestreikt.

ver.di fordert für die rund 11.000 Beschäftigten der Branche eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro pro Jahr, be-ziehungsweise eine Gehaltserhöhung um 250 Euro pro Monat, sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Außerdem soll erneut eine Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für die gesamte Branche erreicht werden. Durch eine Annahme der bisherigen Angebote der Arbeitgeberseite würden sich die Verdienstunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern noch vergrößern, kritisierte Peukes. Für Nordrhein-Westfalen ergänzte Landesfachbereichsleiterin Andrea Becker: „Die Fa. Loomis bietet den Beschäftigten per Aushang am schwarzen Brett eine freiwillige Zulage von 72 Cent und 75 Cent zum 1.1.2019 und 1.1.2020 an, um so die Beschäftigten vom Streik abzuhalten. Das materielle Signal ist das Richtige, der Ort absolut falsch. Nicht am schwarzen Brett müssen Angebote unterbreitet werden sondern am
Verhandlungstisch. Nur so kann der Tarifkonflikt beendet werden.“

Die Gehälter für die Geldzähler und Geldtransportfahrer, die bewaffnet sind und einer hohen körperlichen und psychischen Belastung ausgesetzt sind, liegen im Osten bei 1.800 bis 2.400 Euro und im Westen bei 2.200 bis 2.900 Euro brutto pro Monat. Die Beschäftigten der Branche leben in der Regel in Ballungsgebieten mit hohen Mieten und Lebenshaltungskosten. Die Gewinne der Unternehmen der Geld- und Wert-Branche sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.

Hinweise für die Medienschaffenden:

Die Streikenden werden sich am 3. Januar von 9:00 – 10:00 Uhr vor der Hauptverwaltung von ProSegur (Kokkolastr. 5 40882 Ratingen) zu einer Kundgebung versammeln.

Ansprechpartner*innen für die Fachbereichsleitung NRW und vor Ort als Interviewpartner zur Verfügung stehend sind:

Andrea Becker: 0170 80 02 428
Karsten Braun: 0160 97 80 27 69


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