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ver.di fordert 100 Euro und 3,5 Prozent mehr

Tarifverhandlungen für AWO in NRW

ver.di fordert 100 Euro und 3,5 Prozent mehr

15.09.2014

In Düsseldorf beginnen am Donnerstag (4.9.) die Tarifverhandlungen für die mehr als 36.000 Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in NRW. Die Gewerkschaft hatte den Tarifvertrag zum 31. Juli gekündigt. ver.di fordert eine monatliche Erhöhung der Entgelte um 100 Euro und in einem zweiten Schritt um weitere 3,5 Prozent. Die pädagogischen Fachkräfte, zu denen die Erzieherinnen und Erzieher in den AWO Kindertagesstätten gehören, sollen eine monatliche Zulage von 150 Euro bekommen. Für ver.di-Mitglieder ist eine Fortsetzung und Ausweitung der tariflichen Regelung in Form von drei zusätzlichen freien Tagen pro Jahr vorgesehen. Den Erholungsurlaub will die Gewerkschaft von 29 auf 30 Tage erhöhen. Auszubildende sollen 100 Euro mehr und eine Übernahmezusage nach erfolgreichem Abschluss bekommen. 

Bei den Forderungen habe man sich am Tarifergebnis für den öffentlichen Dienst orientiert, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Cremer. „Die Beschäftigten der AWO dürfen nicht schlechter gestellt werden als ihre Kolleginnen und Kollegen in staatlichen Einrichtungen, die die vergleichbare Tätigkeiten ausüben“, sagte Cremer, der auch NRW-Fachbereichsleiter für Gesundheit, Soziale Dienste und Wohlfahrt bei ver.di ist. „Ordentliche Bezahlung bedeutet auch Wertschätzung der Tatsache, dass die Beschäftigten die AWO zu einem der wichtigsten und größten Wohlfahrtsverbände in Nordrhein-Westfalen gemacht haben", sagte Cremer.