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„Drunter geht nichts!“ ver.di diskutiert Tarifstrategie im Sozial- …

„Drunter geht nichts!“ ver.di diskutiert Tarifstrategie im Sozial- und Gesundheitswesen

Tarifkonferenz FB3 27.09.2005

Rund 150 Betriebsräte, Personalräte und Mitarbeitervertretungen aus nordrhein-westfälischen Krankenhäusern, Altenpflegeheimen und Kindertagesstätten beraten heute in Dortmund die künftige tarifpolitische Strategie für ihre Branche. Mit deutlich mehr als 1 Million Beschäftigten ist das Sozial- und Gesundheitswesen eine der bedeutendsten Branchen für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in NRW.

Anlässlich der Konferenz bekräftigte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke, dass der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) auch im Sozial- und Gesundheitswesen wieder zur Leitwährung werden müsse. Die Arbeitgeber forderte Paschke auf, endlich die Idee der Arbeitszeitverlängerung aufzugeben. „Die Belastungen in den helfenden Berufen sind schon heute extrem hoch. Arbeitszeitverlängerung bedeutet letztlich Lohnkürzung und noch mehr Arbeitslosigkeit“.

Auch Sylvia Bühler vom ver.di-Landesbezirk NRW warnte vor einer Erhöhung der Arbeitszeit. „1,5 Stunden mehr gefährden allein in NRW rund 40.000 Arbeitsplätze. Wir brauchen endlich wieder eine gesellschaftliche Gesamtverantwortung und keinen Wettbewerb der Arbeitgeber um die niedrigsten Löhne und schlechtesten Arbeitsbedingungen“. Deshalb erwarte ver.di gerade auch von den Kirchen mit ihren großen Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie die Übernahme des TVöD. „Sie dürfen ihre Sonderrechte nicht länger missbrauchen, um sich Wettbewerbsvorteile gegenüber ihren Mitkonkurrenten auf dem Gesundheitsmarkt zu verschaffen“, sagte Bühler.

Ebenso appellierte Bühler an die sechs Uni-Kliniken in NRW, endlich einen Tarifvertrag auf der Grundlage des TVöD abzuschließen. Andernfalls seien Arbeitskampfmaßnahmen wie in den Uni-Kliniken Baden-Württembergs nicht länger auszuschließen.

Die Konferenz findet heute von 10 bis 15 Uhr im Parkhotel Westfalenhalle, Silbersaal, Strobelallee 45, in 44139 Dortmund statt.

Kontakt: Sylvia Bühler Tel.: 0171 83 48 023

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