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1.000 Beschäftigte beteiligen sich an ersten Warnstreiks

NRW-Einzelhandel

1.000 Beschäftigte beteiligen sich an ersten Warnstreiks

Weitere Arbeitsniederlegungen angekündigt 14.05.2013

Mit Warnstreiks in 21 Bekleidungs- und Warenhäusern in NRW haben heute (14.5.) über 1.000 Beschäftigte des Einzelhandels Druck auf die Tarifverhandlungen gemacht. Betroffen waren an dem ersten Warnstreiktag Unternehmen wie Galeria Kaufhof, Karstadt, Hennes & Mauritz, Esprit und real in Düsseldorf, Essen, Dortmund, Ratingen, Mülheim, Gütersloh, Leverkusen, Solingen und Krefeld. Durch die Warnstreiks blieben ganze Abteilungen in den Kaufhäusern vorübergehend unbesetzt. ver.di NRW kündigte für die kommenden Tage weitere Warnstreiks im nordrhein-westfälischen Einzelhandel an.

In Düsseldorf, Dortmund und Essen schlossen sich Beschäftigte aus Betriebsversammlungen heraus dem Warnstreik an, nachdem, sie sich über den Stand der Tarifverhandlungen informiert hatten. In Münster traten Karstadt-Beschäftigte nach einer Betriebsversammlung spontan in einen zweistündigen Streik. „Die Arbeitgeberseite täte gut daran, den Konflikt schnell zu befrieden“, erklärte ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer. Das sei „durch ein verhandlungsfähiges Angebot schnell zu erreichen“. Zimmer warnte davor, die Entschlossenheit der Beschäftigten im Einzelhandel zu unterschätzen.

ver.di fordert für die rund 426.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, sowie den ca. 231.000 geringfügig Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Einzelhandel  6,5 Prozent, mindestens 140,- Euro mehr Gehalt und Lohn. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft 140,-  Euro mehr im Monat. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen.

Die Tarifvertragsparteien in Nordrhein-Westfalen waren nach der ersten Verhandlungsrunde am 8. Mai ohne Annäherung auseinander gegangen. Die nächsten Tarifverhandlungen sind am 4. Juni geplant.