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Post-Streik vor entscheidender Tarifrunde

Post-Streik

Post-Streik vor entscheidender Tarifrunde

Kundgebung mit Andrea Kocsis in Dortmund 23.04.2013

Einen Tag vor der entscheidenden 3.Tarifverhandlungsrunde für die 132.000 Beschäftigten der Deutsche Post AG hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) über 1.000 Brief-  und Paketzustellerinnen und -steller in Nordrhein-Westfalen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind Zustellbezirke im Ruhrgebiet, Münsterland, in Ostwestfalen und Südwestfalen. Durch die Warnstreiks können über 1,5 Millionen Briefe und rund 120.000 Pakete nicht rechtzeitig zugestellt werden.

Die zentrale Kundgebung für die Streikenden findet um 10:00 Uhr vor der Dortmunder Reinoldikirche statt. Dort wird die Verhandlungsführerin und stellv. ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis sprechen. "Wir haben die klare Erwartung, in dieser dritten Runde zu einer Einigung zu kommen. Die Deutsche Post AG ist in der Verantwortung, am Donnerstag ein einigungsfähiges Angebot vorzulegen", erklärte Kocsis im Vorfeld der Kundgebung.

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten eine lineare Erhöhung der Einkommen um sechs Prozent, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. Für die Auszubildenden und Studierenden an Berufsakademien fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der monatlichen Vergütung um 65 Euro. Die Laufzeit des Tarifabschlusses soll zwölf Monate betragen. Für die rund 43.000 Beamtinnen und Beamten möchte ver.di im Zuge der Tarifverhandlungen die sogenannte Postzulage neu fassen. Die Postzulage ist eine unternehmensspezifische Regelung zur Sonderzahlung für Bundesbeamte.

Die 3. Tarifverhandlungsrunde findet am Donnerstag (25.4.) in Neuss statt.