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Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder: Ergebnis erzielt

Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder: Ergebnis erzielt

03.03.2019

Am gestrigen Samstagabend (02. März 2019) wurde in Potsdam auch für die Beschäftigten des Landes Nordrhein-Westfalen ein Tarifergebnis erzielt. Es umfasst eine Lohnerhöhung von 8 Prozent in 3 Stufen und eine soziale Komponente, ebenfalls in Stufen, von insgesamt 240 Euro. Die Laufzeit beträgt 33 Monate.

„Das ist ein annehmbarer Kompromiss für den Tarifbereich der Länder. Wir konnten uns mit den Arbeitgebern auf ein umfassendes Gesamtpaket einigen, von dem vor allem die unteren und mittleren Lohngruppen sowie Pflegekräfte und Einsteigerinnen und Einsteiger profitieren“, so Gabriele Schmidt Landesbezirksleiterin in NRW. „Ein weiterer Pluspunkt sind die Verbesserungen für die Auszubildenden. Diese machen den Länderbereich zu einem attraktiveren Arbeitgeber, der mit deutlich besseren Startbedingungen auch für junge Menschen und Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger, seiner Verantwortung als öffentlicher Arbeitgeber gerecht wird.“

Im Einzelnen sollen die Gehälter rückwirkend zum 1. Januar 2019 um 3,2 Prozent, mindestens aber um 100 Euro, angehoben werden. Ein weiterer Anhebungsschritt um 3,2 Prozent (mindestens 90 Euro) erfolgt zum 1. Januar 2020 und um 1,4 Prozent (mindestens 50 Euro) zum 1. Januar 2021. Pflegekräfte erhalten darüber hinaus zusätzlich 120 Euro monatlich. Auszubildende bekommen zum 1. Januar 2019 und zum 1. Januar 2020 jeweils 50 Euro mehr.

Darüber hinaus soll eine Aufwertung der Einstiegsgehälter (Stufe 1 der Entgelttabelle) in allen 15 Entgeltgruppen die Arbeit im Landesdienst für Neueinsteiger*innen attraktiver machen. Diese Aufwertung beträgt im Volumen rund 11 Prozent und erfolgt in zwei Schritten zum 1. Januar 2020 sowie zum 1. Oktober 2020.

„Das Ergebnis ist auch für die Bürgerinnen und Bürger in NRW wichtig. Von einem starken öffentlichen Dienst profitieren wir alle. An vielen Stellen fehlt es an Nachwuchskräften, da das Einkommensniveau in der Privatwirtschaft höher ist. Die Konsequenz sind lange Warte- und Bearbeitungszeiten in den einzelnen Bereichen, die Bürgerinnen und Bürgern verärgern. Das Sozialsystem basiert auf einem starken Gerüst aus den verschiedenen Akteuren, wie z. B. Pflegekräften, Lehrkräfte an Schulen, Polizistinnen und Polizisten und Beschäftigte in der Justiz, Rettungskräften und vielen anderen“, sagte Schmidt. Diese Bereiche müssen mit qualitativ gut ausgebildeten und gut bezahlten Kräften ausgestattet sein, damit sie für die Bürgerinnen und Bürger verlässlich arbeiten können.

Der ver.di Landesbezirk Nordrhein-Westfalen fordert nun die Landesregierung auf das Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, das muss auch im öffentlichen Dienst gelten“ so Schmidt.

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