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- Gewerkschaft will Gespräch mit der Arbeitsagentur

- Gewerkschaft will Gespräch mit der Arbeitsagentur

Gekündigte Schlecker-Frauen sollen umsonst arbeiten 06.06.2012

Bei einem Treffen von Schlecker Betriebsrätinnen mit dem nordrhein-westfälischen Arbeitsminister Guntram Schneider musste sich die Landesregierung bereits herbe Kritik an der Arbeit etlicher Arbeitsagenturen und Jobcenter anhören. So wurden Frauen mehrwöchige Praktika als Urlaubsvertretung im Einzelhandel ohne Bezahlung angeboten. In anderen Fällen sollten die Frauen in 400-Euro-Jobs vermittelt werden oder zu einem Stundenlohn von 6,50 Euro brutto arbeiten. „So haben wir uns den Umgang einer aus Steuermitteln finanzierten Bundesbörde mit Frauen, die nach Jahrzehnten unverschuldet arbeitslos werden, nicht vorgestellt“, kritisierte Gabriele Schmidt. Man müsse klären, welche Interessen die Arbeitsagentur vertrete. Die Gewerkschaft fordert weiter einen bundesweiten Sonderfonds der Bundesagentur, um eine der größten Pleiten der Nach-kriegszeit für die betroffenen Beschäftigten etwas erträgli-cher zu machen.

Die von der Regionalagentur seit Wochen proklamierten „guten Chancen“ der Schlecker-Frauen auf dem NRW-Arbeitsmarkt seien „durch Fakten jedenfalls nicht zu bele-gen“. 80 Prozent der von März bis zum 21. Mai gemeldeten Schlecker-Mitarbeiterinnen konnten nach eigenen An-gaben der Regionalagentur bis heute nicht in eine neue Arbeit vermittelt werden. „Und jetzt kommen noch einmal bis zu 2.500 Frauen dazu“.

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