Pressemitteilungen

Warnstreiks bei Postbank in NRW fortgesetzt

Postbank

Warnstreiks bei Postbank in NRW fortgesetzt

28.04.2015

Die Warnstreiks bei der Postbank AG und den Postbank-Filialen in NRW werden auch heute fortgesetzt. Der Beschluss des Aufsichtsrates der Deutschen Bank vom letzten Freitagabend habe an der Situation nichts geändert. „Die Zukunft der Beschäftigten ist nach wie vor ungewiss.  Daher wird so lange gestreikt, bis wir einen Tarifvertrag mit Kündigungsschutz erreicht haben“, sagte Frank Fassin, ver.di-Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen in NRW.

An dem Ausstand sollen 1.500 Beschäftigte teilnehmen. Man gehe davon aus, dass wiederum mehr als die Hälfte der 148 Postbank-Filialen geschlossen bleiben, erklärte ver.di. In Essen treffen sich die Streikenden heute um 11 Uhr zu einer landesweiten Kundgebung vor der Deutschen Bank-Filiale in Essen. Redner ist Christoph Meister, ver.di Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführer in dem Tarifkonflikt.

In der Urabstimmung hatten sich 94,8 Prozent der ver.di-Mitglieder bei der Postbank für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Daher befinden sich seit dem 20. April bundesweit immer mehr Filialen  in längeren Streiks ver.di fordert für die rund 9.500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG fünf Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2020, eine Angleichung der Ausbildungsvergütung auf das Postbankniveau und die Weiterführung der Postbankzulage. Für die rund 2.700 Beschäftigten der Postbank AG, Firmenkunden AG und BHW-Gruppe fordert ver.di einen Vorruhestand mit Rechtsanspruch sowie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2020.