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Paritätsgesetz für NRW - ver.di fordert eine verbindliche Frauenquote …

Paritätsgesetz für NRW - ver.di fordert eine verbindliche Frauenquote von 50% bei der Aufstellung von Wahllisten

22.03.2019

ver.di NRW begrüßt die Initiative von SPD und Bündnis 90/die Grünen zu einem Paritätsgesetz für NRW. „Obwohl wir bereits das 100-jährige Jubiläum des Frauenwahlrechts gefeiert haben, sind deutsche Parlamente noch weit davon entfernt, paritätisch besetzt zu sein,“ so Diane Tigges-Brünger, Verantwortliche für Gleichstellungspolitik bei ver.di NRW.

Die Landesbezirkskonferenz von ver.di NRW hatte am 16. März in Duisburg mehrheitlich beschlossen, sich für einen verbindlichen Frauenanteil von 50% bei der Aufstellung von Wahllisten zu allen Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen einzusetzen.

„Der Düsseldorfer Landtag sei nun gefordert, ein Paritätsgesetz auf den Weg zu bringen,“ fordert Tigges-Brünger. „Wir dürfen uns nicht weiter mit der Aussage zufriedengeben, es seien keine Frauen für die zu besetzenden Positionen zu finden. Diese Hintertür können und wollen wir nicht länger akzeptieren.“

Es müssten verbindliche und nachhaltige Regularien geschaffen werden, um Frauen in die Parlamente zu bringen. Dazu gehöre auch ein anderer Umgang mit Sitzungskulturen – hin zu familienfreundlichen Strukturen und weg von Abendterminen ohne Zeitlimit und ohne Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Außerdem sollten Mentorinnen-Programme eingerichtet werden, um die Frauen zu unterstützen.

„Brandenburg hat uns bereits gezeigt, wie ein solches Paritätsgesetz aussehen könnte! Wir müssen Quotendebatten unterlassen, die Frauen diskreditieren und anfangen nach echten Lösungen zu suchen,“ so Tigges-Brünger weiter.

 Für weitere Informationen:

 Diane Tigges-Brünger: 0160-90153254