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Tarifrunde Westdeutscher Rundfunk - Arbeitgeber legen unzureichendes Angebot vor

24.06.2019

Am heutigen Montag (24. Juni) ist die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und den Arbeitgebern des WDR in Köln mit einem unzureichenden Angebot der Arbeitgeberseite ergebnislos beendet worden. Vorgelegt wurde eine stufenweise Erhöhung der Entgelte bei einer Laufzeit von 24 Monaten sowie eine Erhöhung der Auszubildendenvergütungen in ebenfalls zwei Schritten.

„Das heutige Angebot der Arbeitgeberseite ist völlig unzureichend“, erklärte Landesfachbereichsleiter Christof Büttner. „Wir erwarten für die kommende Verhandlungsrunde ein deutlich besseres Angebot der Arbeitgeberseite, da wir weiterhin der Meinung sind, dass die Kolleginnen und Kollegen ebenfalls von der guten gesamtwirtschaftlichen Lage profitieren müssen. Ein funktionierender öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist die Basis einer demokratischen Gesellschaft.“

Die Arbeitgeberseite hatte in der heutigen zweiten Verhandlungsrunde eine Entgelterhöhung der Grundvergütungen und der Mindesthonorare in jeweils zwei Stufen angeboten. Die Erhöhung der Grundvergütungen soll rückwirkend zum 01. April 2019 1,70 Prozent und zum 01. April 2020 1,90 Prozent betragen. Auch die Ausbildungsvergütungen sollen zeitgleich um jeweils 40 Euro steigen. Außerdem sollen die Mindesthonorare ab dem 01. September 2019 und dem 01. April 2020 um ebenfalls 1,70 und 1,90 Prozent angehoben werden. Gleichzeitig fordert der WDR weitere Verschlechterungen. So sollen beispielsweise Stufensteigerungen nicht mehr alle zwei Jahre, sondern alle drei Jahre erfolgen.

Zu den Forderungen:

Für die 4.200 Beschäftigten und rund 2.200 Festen-Freien des WDR und des Beitragsservice fordert ver.di eine Erhöhung der Einkommen und Effektivhonorare um 6 Prozent, im Volumen inklusive eines Sockelbetrags von 150,00 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütung soll insgesamt um 100 Euro erhöht werden. Die Forderung umfasst außerdem die Möglichkeit, die mögliche Entgelterhöhung in zusätzliche freie Tage umzuwandeln.

Für die Festen-Freien fordert ver.di zusätzliche soziale Komponenten:

• Vergütung Schulungstage - 200 Euro pro Tag

• Krankengeld ab dem ersten Tag

• Verlängerung und Aufstockung des Härtefallfonds

 

Die Tarifverhandlungen beim WDR werden am 11. Juli 2019 fortgesetzt.

 

Für weitere Informationen:

Christof Büttner: 0175 2251635

(Landesfachbereichsleiter Medien)

Pressekontakt

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