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Uniklinik Düsseldorf vor Ausweitung der Streiks

Uniklinik Düsseldorf vor Ausweitung der Streiks

18.06.2018

 

Düsseldorf, 15. Juni 2018

Notdienstverhandlungen heute (15.06.18) gescheitert

ver.di wird erforderliche Notdienste dennoch gewährleisten

Die Verhandlungen über eine Notdienstvereinbarung zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, ver.di, und dem Vorstand der Uniklinik Düsseldorf sind heute gescheitert. Damit sind einvernehmliche Regelungen für die von ver.di für die für kommende Woche angekündigten Streiks kaum noch denkbar.

In einer Notdienstvereinbarung wird festgelegt, wie viel Personal während eines Streiks in der Klinik verbleiben muss. „Das ist mit großer Verantwortung zu regeln. Es geht um den Schutz von Leib und Leben der Patienten einerseits, aber auch um die Sicherstellung des grundgesetzlich garantierten Streikrechtes andererseits. Insbesondere in dieser Auseinandersetzung muss das Streikrecht für Pflegekräfte angemessen gesichert werden“, so Jan von Hagen, ver.di Verhandlungsführer. Auch Pflegekräfte müssen eine wirksame Möglichkeit haben, sich für ihre Interessen einzusetzen, so der ver.di-Mann.

Trotz sechsstündiger Verhandlungen, die von großer Ernsthaftigkeit und zeitweise auch von Einigungswillen geprägt waren, kam es nicht zum erfolgreichen Abschluss. Der Vorstand der Uniklinik wollte sich ein Letztentscheidungsrecht einräumen lassen, was es ihm ermöglicht hätte, die Arbeitskampfmaßnahmen einseitig auf ein unwirksames Niveau zurück zu drängen. Diesen Weg kann ver.di nicht mitgehen, er führt den Zweck des Streiks ad absurdum und raubt den Beschäftigten ihr legitimes Recht.

Nach dem erfolgreichen Abschluss einer gleichgelagerten Notdienstregelung für die Uniklinik Homburg im Saarland hatte ver.di die Hoffnung, auch in Düsseldorf zu tragbaren Ergebnissen zu kommen. Diese Hoffnung hat der Vorstand der Uniklinik enttäuscht.  „Wir hoffen jetzt auf größere Einsicht und Fairness in den Verhandlungen über Notdienste für die Uniklinik Essen“, sagt von Hagen. Auch dort wird in der kommenden Woche gestreikt.

ver.di wird die erforderlichen Notdienste für Notfälle trotzdem wie gewohnt mindestens in dem gegenüber dem Arbeitgeber angebotenen Umfang sicherstellen.