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Bundesweiter Jugendstreiktag im öffentlichen Dienst der Länder: …

Tarifrunde der Länder

Bundesweiter Jugendstreiktag im öffentlichen Dienst der Länder: 400 NRW-Nachwuchskräfte in Hannover erwartet

09.11.2021

Pflegekräfte aus Unikliniken und Krankenhäusern, studentische Beschäftigte aus Universitäten und Hochschulen NRWs sowie andere Auszubildende beteiligen sich am Mittwoch (10. November) in Hannover am bundesweiten Jugendaktionstag im Zusammenhang mit den Tarifverhandlungen der Länder. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) rechnet mit rund 800 Teilnehmenden aus Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hamburg.

„Die Arbeitgeber senden ein fatales Signal an die Nachwuchskräfte der Länder und der Unikliniken. Während andernorts jungen Menschen der rote Teppich ausgerollt wird, lässt Herr Hilbers jeden Respekt gegenüber den Auszubildenden vermissen. Nicht einmal die Warnrufe aus dem Gesundheitswesen scheinen bei ihm angekommen zu sein, sonst würde er nicht jegliche strukturellen Verbesserungen kategorisch ablehnen“, sagt Sylvia Bühler vom ver.di-Bundesvorstand. Die Gewerkschafterin wird am Mittwoch bei dem Protest in Hannover sprechen.

Die Demonstration beginnt um 13.30 Uhr auf dem Platz an der Goseriede. Die Teilnehmenden ziehen dann zunächst zum Finanzministerium. Dort ist eine Zwischenkundgebung geplant. Anschließend bewegt sich die Demonstration zum Landtag. Dort wollen die Auszubildenden Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers, der die Tarifverhandlungen für die Länder führt, ihre Forderungen übergeben. Die jungen Mitglieder verlangen unter anderem eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro monatlich. Zudem fordern sie eine Fortschreibung der Übernahmeregelung, die am 30. September 2021 ausgelaufen ist. Darüber hinaus erwarten die jungen ver.di-Aktiven die Kostenübernahme eines ÖPNV-Tickets und eine Verhandlungszusage für einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte.

Dazu erklärt der Landesjugendsekretär NRW, Lukas Frew: „Die Streikbereitschaft am heutigen Tag zeigt, dass die Nachwuchskräfte hinter ihren Forderungen stehen. Die öffentlichen Arbeitgeber sind gut beraten, die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen, insbesondere an den Unikliniken, nachhaltig zu verbessern. All das lässt Finanzminister Reinhold Hilbers unter den Tisch fallen. Applaus reicht uns nicht. Jetzt streikt´s!“

Für Rückfragen zu den NRW-Streikenden ist Landesjugendsekretär Lukas Frew in Hannover unter der 0170 2807200 erreichbar.