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ver.di kritisiert Krankenhausplanung 2021

Fachbereich Gesundheit und Soziales

Krankenhausplan 2021: Schnellschuss in Wahlkampfzeiten ohne Beteiligung von Beschäftigten und Patienten – Chance zur Versorgungsverbesserung verpasst

20.08.2021

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die am heutigen Freitag (20.8.) von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) vorgestellten Grundzüge der neuen Krankenhausplanung scharf. Dazu erklärte ver.di Landesleiterin Gabriele Schmidt:

„Die Weichenstellung für die Krankenhauslandschaft der nächsten Jahrzehnte ist von vornherein ohne die notwendige Einbindung der Krankenhausbeschäftigten vorangetrieben worden. Dass jetzt die Vorstellung der Planungsgrundsätze ohne weitere Beratung mit den Gewerkschaften und in höchster Eile vorangetrieben wird, hinterlässt bei uns den Eindruck, dass es eher um Wahlkampf, als um Sorgfalt und Ernsthaftigkeit geht.

In der jetzigen Neuausrichtung wird die neue Krankenhausplanung dazu führen, dass weitere, dringend benötigte Krankenhäuser geschlossen werden. Dabei hilft es nicht, dass Minister Laumann von Zentralisierung und nicht von Schließungen spricht, der Effekt ist derselbe. Die Auswirkungen werden die Beschäftigten, aber auch die Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen zu spüren bekommen.“

ver.di hält eine Neuausrichtung der Krankenhausplanung grundsätzlich für richtig. Dabei müsse sichergestellt werden, dass die Versorgung vom realen Versorgungsbedarf der Bevölkerung her gedacht und zeitgleich die ökonomische Ausrichtung in der Gesundheitsversorgung deutlich reduziert wird. „Diese Chance verpasst die neue Krankenhausplanung trotz aller Komplexität leider“, so Schmidt.

Kontakt für Rückfragen:

Jan von Hagen (Gewerkschaftssekretär im Fachbereich Gesundheit und Soziales NRW): 0160 - 94860601

Pressekontakt

Lisa Isabell Wiese Pressesprecherin
ver.di Landesbezirk NRW
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