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Geldtransporte deutschlandweit bestreikt - Banken und Geschäfte …

Geldtransporte deutschlandweit bestreikt - Banken und Geschäfte ohne frisches Bargeld - Verhandlungen werden morgen fortgesetzt

01.01.2019

Hunderte Geldtransporte in ganz Deutschland werden ab Mittwochmorgen (2.1.) bestreikt. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die 12.000 Beschäftigten der Geld- und Wert-Branche zu den Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Nach fünf ergebnislosen Runden mit den Arbeitgebern werden die Tarifverhandlungen am 3. und 4. Januar in Bad Nauheim fortgesetzt. „Damit die Arbeitgeber ihre Hinhaltetaktik beenden, wollen wir sie vor und während der Verhandlungen durch Warnstreiks zu einem abschlussfähigen Angebot bewegen. Mit den Streiks ist die klare Erwartungshaltung verbunden, ein deutlich höheres Angebot vorzulegen“, erklärte Andrea Becker, die zuständige ver.di Landesfachbereichsleiterin in Nordrhein-Westfalen.

Durch die Streiks wird der Bargeldverkehr in Deutschland erheblich gestört. Viele Banken und Einzelhandelsgeschäfte bekommen nach den Feiertagen kein frisches Bargeld. Geldautomaten, die nach dem Jahreswechsel vielfach leer sind, werden nicht neu befüllt. Auch die Abholung der Tageseinnahmen bei Warenhäusern und Discountern, Möbel- und Baumärkten sowie anderen großen Unternehmen ist nicht sichergestellt.

ver.di fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro pro Jahr, bzw. eine Gehaltserhöhung um 250 Euro pro Monat, sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Außerdem soll eine Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für die gesamte Branche erreicht werden. Durch die Angebote der Arbeitgeberseite würden sich die Verdienstunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern noch vergrößern. „Ein Angebot, welches den Lohngraben zwischen Ost und West weiter vertieft, ist materiell und politisch nicht akzeptabel, das muss den Arbeitgebern klar sein. Die Lösung liegt in der Anpassung von Ost und West in großen Schritten“, sagte Becker. Die Gehälter für die Geldzähler und Geldtransportfahrer, die bewaffnet sind und einer hohen körperlichen und psychischen Belastung ausgesetzt sind, liegen im Osten bei 1.800 bis 2.400 und im Westen bei 2.200 bis 2.900 Euro brutto pro Monat. Die Beschäftigten der Branche leben in der Regel in Ballungsgebieten mit hohen Mieten und Lebenshaltungskosten. Die Gewinne der Unternehmen der Geld- und Wert-Branche sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.


Hinweise für die Medienschaffenden:

Die zentrale NRW-Aktion findet am 02. Januar 2019 von 11 bis 14 Uhr in der ATRIUM Eventlocation, Wehrstraße 1, in 46047 Oberhausen statt (Navigationssystem: Dümpterkamp 23).

Als Ansprechpartner*innen für die Fachbereichsleitung NRW stehen:

Andrea Becker: 0170 80 02 428
und Karsten Braun: 0160 97 80 27 69

vor Ort und telefonisch für Anfragen zur Verfügung.


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