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Streik bei der Commerzbank in Köln - ver.di erhöht den Druck …

Streik bei der Commerzbank in Köln - ver.di erhöht den Druck auf die Arbeitgeberseite

30.04.2019

Nachdem auch die 3. Verhandlungsrunde der Tarifrunde Banken am 11. April 2019 ohne Ergebnis geblieben ist, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Commerzbank AG in Köln für den morgigen Freitag (03. Mai 2019) zu ganztägigen Streiks auf.

„Das vorliegende Angebot ist nicht verhandlungsfähig. Deshalb müssen wir vor dem nächsten Verhandlungstermin am 20. Mai noch einmal Druck auf die Arbeitgeberseite aufbauen“, so Birgit Laumen, Gewerkschaftssekretärin im Fachbereich Finanzdienstleistungen im Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen. „Solange das Angebot der Arbeitgeber auf dem aktuellen Niveau bleibt, rufen wir weiterhin zu Warnstreiks auf. Die Beschäftigten brauchen sowohl eine angemessene Erhöhung ihrer Gehälter als auch einen Ausgleich durch die geforderten Gesundheits- und Entlastungstage, um den steigenden Belastungen entgegenzuwirken.“

Die zentrale Streikkundgebung ist für den 03. Mai 2019 in Köln geplant. Dort werden die Streikenden der Niederlassungen Hohenzollernring und Unter Sachsenhausen von 08:00 – 10:00 Uhr am Andreaskloster (Höhe Deutsche Bank) zusammenkommen.

ver.di fordert in der Tarifrunde 6 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 Euro. Des Weiteren will ver.di in der Tarifrunde neben einer deutlichen Gehaltserhöhung vor allem über Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt bei den Banken sehr rasch und tiefgreifend, darum fordert ver.di einen verbindlichen Anspruch der Beschäftigten auf Weiterbildung. Durch Rationalisierungen und ständige Umstrukturierung ist die Arbeitsbelastung immer mehr angestiegen. Aus diesem Grund fordert ver.di für alle Beschäftigten sechs Gesundheits- und Entlastungstage. Um den unterschiedlichen Bedarfen der Beschäftigten gerecht zu werden, sollen die Bankbeschäftigten zwischen Gehaltssteigerung oder Freizeit wählen können.

Für weitere Informationen:

Birgit Laumen: +49 151 40487355

Gewerkschaftssekretärin im Fachbereich Finanzdienstleistungen in Köln-Bonn-Leverkusen