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Tarifrunde private und öffentliche Banken: Bankenstreiks werden fortgesetzt - Dienstag Kundgebung in Dortmund

21.06.2019

Nachdem am Freitag (21. Juni) bereits mehrere Hundert Beschäftigte der Commerzbank in NRW ihre Arbeit niedergelegt haben, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) nun die Commerzbank Dortmund erneut zu einem zweitägigen (25./26. Juni) Warnstreik auf. Betroffen sind 30 Filialen im Raum Dortmund, Südwestfalen und Sauerland sowie interne Abteilungen. Die Streikkundgebung findet am 25. Juni um 09:30 Uhr in der Betenstraße (vor dem Gebäude der Volksbank) in Dortmund statt.

Das Angebot der Arbeitgeberseite lag zuletzt bei 1,7 Prozent zum 1. August 2019, 1,2 Prozent zum 1. August 2020 und 1,2 Prozent zum 1. August 2021. Dies würde bei den angebotenen 36 Monaten Laufzeit mit sechs Nullmonaten eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 1,16 Prozent bei einer Inflationsrate von 2,0 Prozent im April 2019 bedeuten.

Die Tarifverhandlungen werden am 3. Juli 2019 in Berlin fortgesetzt. Im Vorfeld ruft ver.di die Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bankgewerbe auch bundesweit zu weiteren Warnstreiks auf.

Für Rückfragen:

Roman Eberle 0171 – 5531471
(Landesfachbereich Finanzdienstleistungen, NRW)

Hinweise zur Forderung:

ver.di fordert in der Tarifrunde für die rund 200.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken 6 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 Euro. Des Weiteren will ver.di in der Tarifrunde neben einer deutlichen Gehaltserhöhung vor allem über Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt bei den Banken sehr rasch und tiefgreifend, darum fordert ver.di einen verbindlichen Anspruch der Beschäftigten auf Weiterbildung. Durch Rationalisierungen und ständige Umstrukturierung ist die Arbeitsbelastung immer mehr angestiegen. Aus diesem Grund fordert ver.di für alle Beschäftigten sechs Gesundheits- und Entlastungstage. Um den unterschiedlichen Bedarfen der Beschäftigten gerecht zu werden, sollen die Bankbeschäftigten zwischen Gehaltssteigerung oder Freizeit wählen können.

Pressekontakt

Lisa Isabell Wiese Pressesprecherin
ver.di Landesbezirk NRW
0211.61 824-110 lisa-isabell.wiese@verdi.de
pressestelle.nrw@verdi.de