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Streik vor Metro-Zentrale: ver.di ruft im Handel erneut zu Arbeitsniederlegungen …

Fachbereich Handel

Streik vor Metro-Zentrale: ver.di ruft im Handel erneut zu Arbeitsniederlegungen auf

06.10.2021

Um vor der 5. Verhandlungsrunde im Groß- und Außenhandel (Montag, 11.10.) den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Metro-Beschäftigten am 6. Oktober landesweit zu ganztägigen Warnstreiks auf. An einer Aktion vor der Zentrale der Metro in Düsseldorf beteiligen sich Delegationen aus acht Märkten. Die Arbeitgeber haben seit Mai kein verbessertes Angebot vorlegt. Stattdessen hat der Arbeitgeberverband seinen tarifgebundenen Mitgliedsunternehmen eine einseitige Erhöhung von 2 Prozent zum 1. Dezember 2021 empfohlen.

„Die Kolleginnen und Kollegen warten seit über fünf Monaten auf eine Anerkennung ihrer Leistungen. Die Metro-Beschäftigten haben in der Pandemie aufgrund der Öffnung der Märkte für Privatpersonen auch die Versorgung der Bevölkerung mit allem Lebensnotwendigen sichergestellt. Sie streiken, weil sie über die Verweigerungshaltung ihrer Arbeitgeber enttäuscht und wütend sind. Diese wollen trotz Umsatzsteigerungen in Zeiten steigender Inflation Reallohnverzicht verordnen“, erklärt ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer im Vorfeld des Streiks. „Diesen Weg des Mauerns werden wir nicht mitgehen!“ Die Botschaft in Richtung Metro, die mit am Verhandlungstisch sitzt, ist aus Sicht der Gewerkschaft klar: „Das Zeitspiel muss ein Ende haben. In Bayern ist am Montag ein Tarifergebnis erzielt worden. Dies muss auch die Richtschnur für Nordrhein-Westfalen sein“, so Zimmer abschließend.

Das bisherige Arbeitgeberangebot sieht für 2021 keine tabellenwirksame Entgelterhöhung vor, lediglich für wirtschaftlich gesunde Unternehmen eine Einmalzahlung von 150 Euro im Juli 2021. Im Januar 2022 sollen alle Beschäftigten 150 Euro Einmalzahlung (Corona-Prämie) erhalten. Erst ab Juli 2022 soll laut Arbeitgeberangebot eine prozentuale Erhöhung von 1,5 Prozent vereinbart werden. Unternehmen, die im Zeitraum von Januar 2021 bis Juni 2022 für mindestens drei Monate Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfen oder sonstige staatliche Unterstützungsleistungen erhalten haben, können die prozentuale Entgelterhöhung sogar um 6 Monate bis spätestens 1. Januar 2023 aufschieben.

ver.di fordert für die rund 336.000 Beschäftigten im Groß- und Außenhandel NRW 4,5 Prozent und 45 Euro mehr Gehalt, Lohn und Ausbildungsvergütung, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Außerdem fordert die Gewerkschaft von den Arbeitgebern die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.

Hinweise für die Redaktionen: Die Kundgebung findet ab 11 Uhr vor der Metro-Zentrale in Düsseldorf, Schlüterstr. 3 statt. Von dort zieht ein Demozug ab ca. 12:00 Uhr um das gesamte Metro-Gelände.

Kontakt: Daniela Arndt – 01515 7117537

Kontakte vor Ort:

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