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Streiks vor Weihnachten bei Amazon in Werne

Streiks vor Weihnachten bei Amazon in Werne

17.12.2018

Am heutigen Montag ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten bei Amazon am Standort Werne dazu auf bis zum morgigen Dienstag die Arbeit niederzulegen. Die Gewerkschaft hatte die Beschäftigten am Standort Rheinberg bereits von Montag bis Donnerstag der vergangenen Woche zum Arbeitskampf aufgerufen. Die Beschäftigten streiken dafür, dass ihr Arbeitgeber den Tarifvertrag des Einzelhandels unterzeichnet.

Die Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel in NRW, Silke Zimmer, erläutert zu dem Streik: „Nach den Tarifverträgen des Einzelhandels steht den Kolleginnen und Kollegen in der Branche ein Weihnachtsgeld in Höhe von 62,5 Prozent des individuellen Monatsentgelts zu. Bei einem Picker oder Packer bei Amazon wären das derzeit 1.436,25 €. Bei dem Online-Riesen werden allerdings lediglich 400 - 600 € gezahlt und das auch erst seitdem wir streiken. Bei dem Umsatz, den Amazon in der Weih-nachtszeit auf dem Rücken der Kolleginnen und Kollegen erwirtschaftet, ist dies durch nichts zu rechtfertigen. Die Beschäftigten brauchen das Weihnachtsgeld, um beispielsweise ihre Versicherungen zu zahlen oder sich auch mal etwas außer der Reihe leisten zu können. Dafür werden wir weiter gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen streiken.“

Für den in Werne zuständigen Gewerkschaftssekretär, Karsten Rupprecht, sind die Streiks wichtig, um weiterhin Druck auf den Arbeitgeber auszuüben: „Den Kolleginnen und Kollegen wird nichts geschenkt. Gerade in der Weihnachtszeit hätten sie es zwar verdient, aber die Erfahrung mit Amazon zeigt, dass es nur der Druck durch die Beschäftigten war, der bislang zu Verbesserungen geführt hat.“