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Tarifverhandlungen für über 52.000 Beschäftigte der Wach- und …

Tarifverhandlungen für über 52.000 Beschäftigte der Wach- und Sicherheitsbranche in NRW – ver.di erzielt erfolgreichstes Ergebnis seit über 10 Jahren

24.10.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) konnte gestern Nacht die Tarifverhandlungen der Wach- und Sicherheitsbranche NRW mit einem guten Tarifergebnis abschließen.

Bereits vorab hatte die Gewerkschaft auf die Vielzahl offener Stellen in der boomenden Branche verwiesen. Ein Grund: Die niedrigen Löhne. Dies hat die Arbeitgeber offensichtlich zu mehr Einigungswillen gebracht. Der Abschluss umfasst eine Lohnsteigerung der 13 Lohngruppen von 6%-10,1% in einem Zeitraum von 24 Monaten.In der untersten Lohngruppe, in der sich der Großteil der Beschäftigten wiederfindet, steigen die Löhne um 8,1 % auf 11 € pro Stunde zum 01.01.2020. Der Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn konnte weiter ausgebaut werden. Der Verhandlungspartner auf Arbeitgeberseite war der Arbeitgeberverband BDSW (Bundesverband der Sicherheitswirtschaft). Die Laufzeit ist für den Zeitraum vom 01.01.2019-31.12.2020 vereinbart.

„Unser Ziel, die Sicherheitsbranche aus dem Niedriglohnsektor herauszuholen, rückt endlich in greifbare Nähe“, so Andrea Becker, Verhandlungsführerin in NRW. Ein weiterer Erfolg sei laut Becker, dass es nach fünfjährigen Verhandlungen nun gelungen sei, die Neuregelung der Lohnstruktur abzuschließen. Die Kriterien, nach denen Beschäftigte eingruppiert werden, sind ab jetzt transparenter, differenzierter und rechtssicherer.

Durch die neue Lohnstruktur gibt es für viele Beschäftigte sogar die Chance einer Höhergruppierung. Erstmalig werden beispielsweise Meister für Schutz und Sicherheit mit 18 €/Stunde vergütet. Der Abschluss beinhaltet außerdem zwei Zulagen für zivile Hundeführer und eine Zulage für Betriebssanitäter.

Das Tarifergebnis wurde von der Tarifkommission einstimmig angenommen. „Eine Einigung am ersten Verhandlungstag hätte ich noch gestern Morgen ausgeschlossen. Beim besten Tarifergebnis seit über 10 Jahren war sich die Tarifkommission jedoch schnell einig“, so Becker abschließend.