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Protest- und Fotoaktion zum Internationalen Frauentag. Mehr Geld …

Terminhinweis: 8. März 2021

Protest- und Fotoaktion zum Internationalen Frauentag. Mehr Geld und Tarifbindung bei der AWO

05.03.2021

Im Rahmen der laufenden Tarifrunde zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und den Arbeitgebern der AWO in Nordrhein-Westfalen, führen Beschäftigte am Montag (8.3.) Protest- und Fotoaktionen vor ihren Einrichtungen durch. Am Internationalen Frauentag setzen sie sich für eine Aufwertung der sozialen Berufe bei der AWO ein, die noch immer mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden.

Auch bei der AWO zeigt die Pandemie wie ein Brennglas: Soziale Arbeit, Erziehung und Pflege sind für unsere Gesellschaft überlebenswichtig und oft weiblich. Diese Arbeit verdient es aufgewertet zu werden. Gleichzeitig arbeiten überwiegend Frauen in Teilzeit, oft ungewollt. "Der Druck durch Überlastung und Personalmangel ist groß. Wir brauchen deshalb dringend einen starken Tarifabschluss, der die Lücke zum TVöD schließt. Nur so kann die AWO als Arbeitgeber wettbewerbsfähig bleiben. Ein TVöD-light reicht uns nicht!“, erklärte Katharina Wesenick, Fachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales in NRW. In der laufenden Tarifrunde fordert ver.di einen Mindestbetrag von 75 Euro, um die unteren Entgeltgruppen gezielt zu stärken.

Bei der AWO in NRW sind rund 60.000 Menschen beschäftigt. Nur ca. 35.000 von ihnen fallen unter den Tarifvertrag AWO NRW. „Wenn in einem Haus unterschiedliche Tarifverträge gelten, spaltet das die Belegschaften. Das sorgt für Unmut. Die Pandemie beweist, welchen Beitrag Tarifvertragsparteien zur Bewältigung der Krise leisten. Außerdem gibt es Häuser, die gar nicht tarifgebunden sind. Wir fordern die Arbeitgeber deshalb auf, sich gemeinsam für die flächendeckende Tarifbindung einzusetzen - so wie es die AWO zu ihrem 100-jährigen Jubiläum verkündet hat. In NRW haben wir den AWO-Tarifvertrag“, mahnte Susanne Hille, ver.di-Verhandlungsführerin.

Die zweite Verhandlungsrunde findet am 17. März 2021 als digitaler Termin statt.

Für die Redaktionen:

Vor verschiedenen Einrichtungen in NRW sollen Protest- und Fotoaktionen stattfinden. Dort stehen Ihnen auch Beschäftigte der AWO als Ansprechpartner:innen zur Verfügung. Sie sind herzlich eingeladen, vor Ort zu berichten. Die ver.di-Bezirke werden die Lokalpresse noch einmal gesondert informieren. Wir haben Informationen zur Tarifrunde in einer Pressemappe zusammengestellt. Der Download ist hier möglich.

Für inhaltliche Rückfragen:

  • Susanne Hille: 0171 2201101

Ansprechpartner:innen vor Ort:

  • Agnes Westerheide (Bochum-Herne-Recklinghausen-Bottrop): 0151 14272229
  • Isabelle Harbrink (Südwestfalen): 0171 3302868
  • Robin Orlando (Region St. Augustin): 0175 9217162
  • Duisburg-Moers: Dagmar Acosta Navarro - 0151 40483845 und Frank Dücker - 0171 3009012
  • Heike Kromrey (Westfalen): 0179 2300568
  • Björn Jadzinski (Essen-Mülheim-Oberhausen): 0151 62462187
  • Jennifer Soff (Düsseldorf): 0151 10911854
  • Kai Schumann (Rhein-Erft & Euskirchen): 0151 17498737
  • Nicole Krug (OWL): 0151 72725667

Pressekontakt

Lisa Isabell Wiese Pressesprecherin
ver.di Landesbezirk NRW
0211.61 824-110 lisa-isabell.wiese@verdi.de
pressestelle.nrw@verdi.de