Tarifrunde Einzelhandel und Groß- und Außenhandel NRW: Warnstreiks in Südwestfalen und OWL

Pressemitteilung vom 11.05.2023

Nach dem gestrigen Streik der Beschäftigten im Einzelhandel (ver.di-Bezirk Münsterland) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am morgigen Donnerstag, 11. Mai 2023 die Beschäftigten im Einzelhandel und Groß- und Außenhandel aus den ver.di-Bezirken "Südwestfalen" und "Ostwestfalen-Lippe" zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Seit Beginn des Monats Mai ist die Friedenspflicht in den Branchen ausgelaufen. An den zurückliegenden Streiktagen haben sich bereits ca. 2.500 Kolleginnen und Kollegen an den Aktionen beteiligt.

Aufgerufen sind die Beschäftigten von Primark in Bielefeld und H&M in Paderborn, Iserlohn, Gütersloh, Detmold, Minden, Bielefeld, Siegen und Bad Oeynhausen, von Kaufland in Hagen, Paderborn, Gütersloh, Detmold und Bielefeld, von Douglas in Minden, Herford, Bielefeld (Bahnhofstr. und Niedernstr.), Paderborn (Westernstr. und Pohlweg), Gütersloh, Bad Salzuflen und Bünde, von IKEA in Bielefeld, von Smyth Toys in Paderborn, vom Marktkauf in Gütersloh, Schloß-Holte Stukenbrock, Bielefeld (Senefelder Str., Rabenhof, Oldentruper Str. und Artur-Ladenbeck-Str.), Blomberg, Lage, Lemgo, Horn-Bad Meinberg, Bad Salzuflen und Herford. Aus dem Groß- und Außenhandel werden die Beschäftigten von Phoenix in Bielefeld, Noweda in Herford und Edeka Foodservice in Bielefeld Minden und Herford aufgerufen. 

Die Streikenden aus dem ver.di-Bezirk Ostwestfalen-Lippe treffen sich von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr auf dem Rathausplatz in Bielefeld zu einer zentralen Kundgebung.

„Die starke Beteiligung an den Warnstreiks ist auf das Verhalten der Arbeitgeber zurückzuführen.  Wer angesichts einer Rekordpreissteigerung und von Reallohnverlusten lediglich ein Miniangebot vorlegt, dem muss doch klar sein, dass den Beschäftigten gar nichts anderes übrigbleibt, als auf die Straße zu gehen. Tabellenwirksame und damit nachhaltige Entgelterhöhungen sind für die Beschäftigten des Handels existenziell. Hier müssen die Arbeitgeber deutlich nachlegen, das ist das klare Signal der Beschäftigten“, so Silke Zimmer,ver.di-Verhandlungsführerin für den Einzelhandel und den Groß- und Außenhandel in Nordrhein-Westfalen.

ver.di fordert in der Tarifrunde 2023 im Einzelhandel NRW 2,50 Euro mehr Gehalt und Lohn pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge und ein rentenfestes Mindestentgelt von 13,50 Euro pro Stunde.

Die Verhandlungen werden am 22. Mai in Recklinghausen fortgeführt.

Im Groß- und Außenhandel NRW fordert ver.di eine Erhöhung der Entgelte von 13 Prozent, mindestens aber 400 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge (AVE).

Die Verhandlungen werden am 25. Mai 2023 fortgesetzt.

Kontakt vor Ort: 

Hagen, Iserlohn und Siegen: Monika Grothe 0170 4146619

Bielefeld:                                Ursula Jacob-Reisinger 0170 6360553