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[PM-ver.di] Tarifrunde private und öffentliche Banken - ver.di kündigt weitere Streiks bei Banken in NRW an (OWL / Münsterland)

25.06.2019

Nachdem in der vergangenen Woche bereits mehrere Hundert Beschäftigte der Commerzbank in NRW ihre Arbeit niedergelegt haben, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) nun die Commerzbank Bielefeld am 28. Juni, im Rahmen der dritten bundesweiten Streikwelle, erneut zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind 45 Filialen im Münsterland und in Ostwestfalen sowie interne Abteilungen. Vom 18.-28. Juni waren bundesweit bereits 8.000 Beschäftigte an Streiks beteiligt.

„Die dritte Streikwelle soll noch einmal ein deutliches Signal an die Arbeitgeber senden und den Druck vor der 5. Verhandlungsrunde erhöhen“, so Roman Eberle, Gewerkschaftssekretär im Landesfachbereich Finanzdienstleistungen. „Ein Angebot, das Reallohnverluste bedeutet, ist nicht verhandelbar und lässt die Wertschätzung den Beschäftigten gegenüber absolut vermissen.“

Das Angebot der Arbeitgeberseite lag zuletzt bei 1,7 Prozent zum 1. August 2019, 1,2 Prozent zum 1. August 2020 und 1,2 Prozent zum 1. August 2021. Dies würde bei den angebotenen 36 Monaten Laufzeit mit sechs Nullmonaten eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 1,16 Prozent bei einer Inflationsrate von 2,0 Prozent im April 2019 bedeuten.

Die Tarifverhandlungen werden am 3. Juli 2019 in Berlin fortgesetzt. Im Vorfeld ruft ver.di die Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bankgewerbe auch bundesweit zu weiteren Warnstreiks auf.

 

Für Rückfragen:

Roman Eberle 0171 – 5531471

(Landesfachbereich Finanzdienstleistungen, NRW)

Hinweise zur Forderung:

ver.di fordert in der Tarifrunde für die rund 200.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken 6 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 Euro. Des Weiteren will ver.di in der Tarifrunde neben einer deutlichen Gehaltserhöhung vor allem über Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt bei den Banken sehr rasch und tiefgreifend, darum fordert ver.di einen verbindlichen Anspruch der Beschäftigten auf Weiterbildung. Durch Rationalisierungen und ständige Umstrukturierung ist die Arbeitsbelastung immer mehr angestiegen. Aus diesem Grund fordert ver.di für alle Beschäftigten sechs Gesundheits- und Entlastungstage. Um den unterschiedlichen Bedarfen der Beschäftigten gerecht zu werden, sollen die Bankbeschäftigten zwischen Gehaltssteigerung oder Freizeit wählen können.

Pressekontakt

Lisa Isabell Wiese Pressesprecherin
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