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Warnstreik beim WDR: MOMA sendet Wiederholung – Lindenstraßendrehtag …

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Warnstreik beim WDR: MOMA sendet Wiederholung – Lindenstraßendrehtag fällt aus – Produktion von Ladies Night erheblich gestört

09.07.2019

„Ohne uns bleibt die Glotze aus“ – dieses Motto der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zur Tarifrunde beim WDR in Köln, war bereits mehrfach zu hören und zu lesen. Am Dienstag (09. Juli) wurde zwar durchgehend gesendet, es kam aber beim Morgenmagazin zu Störungen im Programmablauf des öffentlich-rechtlichen Senders. Auch das berühmte Format „Lindenstraße“ war betroffen. Insgesamt kamen in Köln heute ca. 400 Streikende aus WDR und Beitragsservice zusammen, um den Druck auf die Arbeitgeberseite vor der kommenden Verhandlungsrunde deutlich zu erhöhen.

„Die Streikenden haben gezeigt, wie wichtig ihr Anteil an einem gelingenden Ablauf im WDR ist. Heute konnte im Morgenmagazin aufgrund der Warnstreikaktionen zeitweise nur eine Wiederholung gesendet werden. Auch ein Drehtag der Lindenstraße musste abgesagt werden, da sich Kolleginnen und Kollegen am Warnstreik beteiligt haben“, unterstrich
Stephan Somberg, Gewerkschaftssekretär in Köln, den Erfolg des ersten größeren Warnstreiks im WDR. Klar ist auch, die Kolleginnen und Kollegen würden weitermachen. „Falls es in der nächsten Runde nicht zu einem deutlich verbesserten Angebot kommt, müssen vielleicht noch mal Wiederholungen gesendet werden.“

Neben den Aktionen im Betrieb trafen sich die Streikenden zur Streikkundgebung vor dem Vierscheibenhaus am Appellhofplatz. Dort kam neben Mitgliedern der Tarifverhandlungskommission auch Adil Dermici zu Wort, einer der Journalisten, die in der Türkei inhaftiert waren und nach über einem Jahr aufgrund des Todes seiner Mutter aus der Türkei wieder in seine Heimatstadt Köln ausreisen konnte. Er sprach seine Solidarität mit den Streikenden aus und rief zu weiterer Solidarität mit den Inhaftierten in der Türkei auf. Außerdem erklärte er, wie wichtig die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch für die Oppositionellen in der Türkei ist. Auch eine Abordnung der Schülerinnen und Schüler der Fridays for Future sprachen vor Ort ihre Solidarität aus und luden alle ein, sie auf dem Altermarkt zu besuchen. Die Schüler führen die ganze Woche ihr Camp am Altermarkt durch und eine Gruppe von Streikenden hat sie bereits am Nachmittag aufgesucht.

Am Nachmittag besuchten die Streikenden weitere Produktionen, wie die Produktion von „Ladies Night“ im Gloria Theater. Auch hier stießen das Angebot und die Forderungen des WDR auf Ablehnung. „Anerkennung und Wertschätzung können nicht nur ein warmer Händedruck sein. Für gute Arbeit verlangen wir auch beim WDR und beim Beitragsservice gutes Gehalt“ erklärte die Verhandlungsführerin von ver.di, Irmgard Galonska.

Zu den Forderungen:

Für die 4.200 Beschäftigten und rund 2.200 Festen-Freien des WDR und des Beitragsservice fordert ver.di eine Erhöhung der Einkommen und Effektivhonorare um 6 Prozent, im Volumen inklusive eines Sockelbetrags von 150,00 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütung soll insgesamt um 100 Euro erhöht werden. Die Forderung umfasst außerdem die Möglichkeit, die mögliche Entgelterhöhung in zusätzliche freie Tage umzuwandeln.

Für die Festen-Freien fordert ver.di zusätzliche soziale Komponenten:

Vergütung Schulungstage - 200 Euro pro Tag
Krankengeld ab dem ersten Tag
Verlängerung und Aufstockung des Härtefallfonds
Die Tarifverhandlungen beim WDR werden am 11. Juli 2019fortgesetzt.

Für weitere Informationen:

Stephan Somberg 0175 1855702 (Gewerkschaftssekretär in Köln)

Die noch andauernden Streikaktivitäten und ihre Folgen können auf https://twitter.com/verdi_WDR mitverfolgt werden.

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Pressekontakt

Lisa Isabell Wiese Pressesprecherin
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