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Offener Brief der Arbeitsgemeinschaft der ver.di Haupt- und Gesamtpersonalräte …

Tarifrunde der Länder

Offener Brief der Arbeitsgemeinschaft der ver.di Haupt- und Gesamtpersonalräte der Landesverwaltung NRW an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst

24.11.2021

„Die Beschäftigten des Landes NRW leisten jeden Tag Großartiges. Sie verdienen Wertschätzung – sie verdienen einen guten Tarifabschluss“

In einem offenen Brief an den NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) äußert die Arbeitsgemeinschaft der ver.di Haupt- und Gesamtpersonalräte der Landesverwaltung NRW ihren Unmut über das Arbeitgeberverhalten in der Tarifrunde der Länder (TdL) und fordert den Ministerpräsidenten auf, die Beschäftigten in der laufenden Tarifrunde zu unterstützen. 

Fachbereichsleiter Bund und Länder NRW, Dirk Hansen erklärt: „Wir fragen uns, ob der Arbeitgeberverband der Länder tatsächlich im Namen von NRW spricht. Die TdL behauptet, entgegen der Einschätzung aller führenden Wirtschaftsinstitute, die Preissteigerung sei nicht so hoch. Also müsste sie bei der Lohnerhöhung auch nicht extra berücksichtigt werden.“ Diese Einschätzung weist die Arbeitsgemeinschaft in aller Form zurück. „Würde man der Argumentation der TdL folgen, würde dies einen Reallohnverlust für die Beschäftigten in NRW bedeuten! Dies ist für uns untragbar und zeugt von einer unverantwortlichen Verhandlungsführung“, so Hansen am Dienstag in Düsseldorf.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Beschäftigten der Landesverwaltung NRW appellieren in dem offenen Schreiben von 60 Haupt- und Gesamtpersonalratsmitgliedern daher eindringlich an Ministerpräsident Wüst: „Nehmen Sie im Sinne der Beschäftigten Einfluss auf die Verhandlungsführung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder.“

Die Arbeitgeberseite hatte weder in der ersten noch in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot unterbreitet, zeitgleich aber alle Forderungen der Gewerkschaften abgelehnt. ver.di hat darauf mit bundesweiten Warnstreiks reagiert. In NRW legten in den letzten Wochen mehr als 2.000 Beschäftigte zeitgleich ihre Arbeit nieder.

ver.di fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung um 5 Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen tabellenwirksam monatlich 300 Euro mehr erhalten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro angehoben werden.

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen ver.di und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) findet am 27. und 28. November in Potsdam statt.

Kontakt:

Dirk Hansen - 0160 8812791