ver.di weitet Streiks aus:

Postbank-Beschäftigte streiken am Freitag und Samstag – in NRW erneut über 100 Filialen betroffen

Pressemitteilung vom 21.03.2024

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) weitet die Streiks bei der Postbank und der Postbank Filialvertrieb AG aus und ruft die Beschäftigten am Freitag und Samstag (22. und 23. März 2024) auf, bundesweit die Arbeit niederzulegen. Bestreikt werden in den kommenden zwei Tagen: alle Filialen der Postbank Filialvertrieb AG (in NRW über 100 Filialen). Am Freitag sind zusätzlich auch die Beschäftigten der ehemaligen Postbank Zentrale in Bonn und der PB Factoring in Bonn zum ganztägigen Streik aufgerufen. Die in NRW geplante Streikversammlung findet digital statt.

Hintergrund ist das jüngste Angebot der Arbeitgeber, das die ver.di-Tarifkommission als völlig unzureichend ablehnt: „Wir weiten die Streiks weiter aus, weil das Anfang der Woche nachgebesserte Arbeitgeberangebot noch weit von einem verhandelbaren Kompromiss entfernt ist. Es erfüllt in keinem der wichtigen Punkte unsere Erwartungen. Auch die Beschäftigten in NRW erhöhen deshalb noch einmal den Druck auf die Arbeitgeber“, betont Roman Eberle, bei ver.di in NRW für die Postbank verantwortlich.

Die Deutsche Bank, in die die Postbank und ihre Servicegesellschaften eingegliedert sind, hat Anfang der Woche ein neues Angebot unterbreitet, wonach sie ab dem 1. Juni 2024 6,4 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 250 Euro mehr zahlen will, und ab dem 1. Juli 2025 2,0 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 29 Monaten und einem Kündigungsschutz bis Ende 2026. ver.di fordert für die rund 12.000 Postbank-Beschäftigten und den Beschäftigten in deren angegliederten Gesellschaften dagegen 15,5 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch eine Anhebung der Gehälter um 600 Euro und einen Kündigungsschutz bis Ende 2028.

„Die Beschäftigten erwarten langfristige Arbeitsplatzgarantien und eine klare materielle Wertschätzung für ihre Arbeit und die besonderen Belastungen der letzten Monate. Die Arbeitgeber halten das Narrativ der nötigen Kosteneinsparungen dagegen. Damit eskalieren sie die Verhandlungen mehr und mehr. Wir werden die Arbeitskampfmaßnahmen daher sukzessive ausweiten und bereiten auch die Urabstimmung vor. Wenn die Arbeitgeberseite diese Eskalation vermeiden will, muss sie ihr Angebot bis zum nächsten Verhandlungstermin am 16. April deutlich nachbessern“, so Jan Duscheck, ver.di-Verhandlungsführer für die Postbank.

Weitere Infos auf: https://wir-fuer-tarif.de/postbank/ 

V.i.S.d.P.:

Lisa Isabell Wahr
ver.di Landesbezirk Nordrhein-Westfalen

lisa-isabell.wahr@verdi.de
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