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Ergebnisse verdeutlichen dringenden Bedarf an Mindeststandards …

Kurzbefragung OGS-Beschäftigten NRW

Ergebnisse verdeutlichen dringenden Bedarf an Mindeststandards und machen Hygienemängel sichtbar 

22.09.2020

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in NRW vertritt die Interessen der Beschäftigten der offenen Ganztagsschulen (OGS) in Nordrhein-Westfalen. Eine in den Sommermonaten durchgeführte Kurzumfrage zeichnet ein düsteres Bild. Die Gewerkschaft fordert deshalb die Landesregierung auf, Mindeststandards in Form eines OGS-Gesetzes zu schaffen und Hygienemängel zu beseitigen.  

An der Befragung haben landesweit Beschäftigte städtischer und freier Träger teilgenommen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die für die Corona-Pandemie erforderlichen Schutzmaßnahmen noch immer nicht flächendeckend eingehalten und die notwendigen Informationen nur spärlich weitergegeben werden. Dazu erklärte Serdar Agit Boztemur, Gewerkschaftssekretär im Sozial- und Erziehungsdienst: „Die OGS wird noch immer stiefmütterlich behandelt. Gerade in Zeiten der Pandemie wird so sichtbar, dass wir klare Zuständigkeiten und verbindliche Qualitätsstandards benötigen. Die bisherigen Ministererlasse sind nicht mehr zeitgemäß.“ 

In dem von ver.di vorgeschlagenen „Gute OGS-Gesetz“ müssten unter anderem Standards wie Gruppengrößen, Fachkraft-Kind-Relationen sowie Vor- und Nachbereitungszeiten geregelt werden. „In der momentanen Situation ist der anhaltende Fachkräftemangel kaum noch auffangbar. Die Politik ist gefordert Verantwortung zu übernehmen und die Arbeitsbedingungen der OGS-Beschäftigten zu verbessern“, so der Gewerkschafter weiter. „Wir führen am kommenden Samstag bereits die 5. OGS-Konferenz durch, um auf die Situation der Kolleginnen und Kollegen aufmerksam zu machen und gemeinsam Konzepte zur Verbesserung zu erarbeiten. Auf dieser Grundlage ist im letzten Jahr beispielsweise das Konzept für das Gute-OGS-Gesetz entstanden. Trotzdem sind wir noch immer weit von dem entfernt, was wir erreichen wollen.“ Auf der einen Seite begrüße man, dass auf Bundesebene über einen Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz für Kinder diskutiert würde, andererseits würden keinerlei Maßnahmen ergriffen, um dem Personalmangel entgegenzuwirken und so qualitativ gute Arbeit für die Kinder zu ermöglichen. 

„Dieser katastrophale Zustand muss behoben werden. Alles andere wäre fahrlässig!“ betonte Boztemur abschließend. 

Kontakt:  

Serdar Agit Boztemur: 0151 105685353 (Fachbereich Gesundheit & Soziales) 

Pressekontakt

Lisa Isabell Wiese Pressesprecherin
ver.di Landesbezirk NRW
0211.61 824-110 lisa-isabell.wiese@verdi.de
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