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Kaufhäuser bleiben geschlossen

Kaufhäuser bleiben geschlossen

Tarifrunde Einzelhandel 27.08.2007

„Mit dem Protesttag wollen die Beschäftigten im Einzelhandel ein klares Signal an die Arbeitgeber senden, die sich zur gleichen Zeit in Berlin zu einem Koordinierungsgespräch treffen„, sagte die ver.di-Verhandlungsführerin in NRW, Lieselotte Hinz. Nach mittlerweile viermonatigen Tarifauseinandersetzungen hatte sich die Arbeitgeberseite bei den gestrigen Sondierungsverhandlungen noch nicht zu Verhandlungen bereit erklärt. Die Geduld der insgesamt 2,6 Millionen Verkäuferinnen und Verkäufer neige sich dem Ende zu, sagte Hinz. Die Beschäftigten brauchten Geld im Portmonee. Die von den Arbeitgebern durchgesetzte Verlängerung der Ladenöffnungszeiten könne man nicht allen Ernstes von den Angestellten durch die Wegnahme von vereinbarten Zuschlägen bezahlen lassen. "Hier gilt das Prinzip `Wer die Musik bestellt, der bezahlt auch`", sagte Hinz.
Nach den gestrigen Sondierungsgesprächen hatte ver.di eine Fortsetzung der Tarifverhandlungen angebioten. Die Arbeitgeberseite will erst heute nach einem bundesweiten Koordinierungstreffen entscheiden, ob sie die Verhandlungen für die 400.000 Einzelhandelsbeschäftigten in NRW fortsetzen will.
„Mit dem Willen zum Kompromiss können wir einen Abschluss schaffen, der für beide Seiten erträglich ist„, sagte die Gewerkschafterin. ver.di sei bereit, „ein Arbeitzeitmodell zu verhandeln, dass sowohl den in der Branche mehrheitlich beschäftigten Frauen als auch den Unternehmen mehr Flexibilität, aber auch Planbarkeit bringt.„

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