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Streikende der Deutschen Bank Direkt wollen trotz Corona ihr …

Fachbereich Finanzdienstleistungen

Streikende der Deutschen Bank Direkt wollen trotz Corona ihr Gesicht zeigen

24.02.2021

Beschäftigte der DB Direkt sind seit dem 30. Januar im unbefristeten Streik. Aufgrund der Pandemie findet dieser aktuell im Homeoffice statt. Nach mehreren erfolglosen Verhandlungsrunden und der Ankündigung der Deutschen Bank, Milliarden-Boni an die Investmentbanker zu zahlen, den Beschäftigten zeitgleich aber ein 13. Gehalt zu verweigern, wollen die Streikenden nun ihr Gesicht zeigen. Am kommenden Freitag (26.2.) kommen deshalb Beschäftigte in Essen zu einer Aktion zusammen, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen und den Druck auf den Arbeitgeber zu erhöhen.

Die DB Direkt berät zu Produkten wie Wertpapieren, unterstützt bei digitalen Dienstleistungen der Deutschen Bank und betreut Firmenkunden. „Viele Beschäftigte der DB Direkt fühlen sich wie Mitarbeiter zweiter Klasse. Trotz jahrelanger Milliardenverluste zählt die Deutsche Bank AG im Jahr 2019 583 Einkommensmillionäre. Das sind mehr als bei jedem anderen deutschen DAX-Konzern. Den Beschäftigten bei der DB Direkt zahlt sie in der Regel nur einen Stundenlohn von 13 Euro brutto. Dabei arbeiten die Kolleginnen und Kollegen im Schichtdienst. Sie sind die Visitenkarte der Deutschen Bank“, erklärte Verhandlungsführer Roman Eberle.

Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden hatten Beschäftigte am 30. Januar ihre Arbeit unbefristet niedergelegt, um für ein verbessertes Arbeitgeberangebot zu streiken. ver.di fordert unter anderem ein 13. Gehalt sowie eine Gehaltserhöhung von 6 Prozent, mindestens aber 150 Euro. Die Geschäftsführung der DB Direkt hatte zuletzt zwei Gehaltserhöhungen von je 1,5 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 200 Euro und die stufenweise Einführung eines 13. Gehalts auf bis zu 500 Euro angeboten.

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein Konzern höhere Boni für die sowieso sehr gut bezahlten Investmentbanker ankündigt und zeitgleich den gering bezahlten Mitarbeitern der DB Direkt sehr beharrlich einen fairen Tarifabschluss verweigert“, so Eberle weiter.

Für die Redaktionen:

Am kommenden Freitag, den 26. Februar werden Beschäftigte von 11 bis 13 Uhr vor dem Gebäude der Deutschen Bank am Bismarckplatz und von 14 bis 16 Uhr vor der Deutsche Bank-Filiale in der Lindenallee/Hirschlandplatz in Essen Aktionen durchführen. Sie sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen. Dafür stehen Ihnen sowohl Streikende der DB Direkt als auch Ansprechpartner von ver.di für Statements zur Verfügung.

Kontakt:

Roman Eberle, Verhandlungsführer: 0171 5531471

Pressekontakt

Lisa Isabell Wiese Pressesprecherin
ver.di Landesbezirk NRW
0211.61 824-110 lisa-isabell.wiese@verdi.de
pressestelle.nrw@verdi.de