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Erste Warnstreiks im NRW-Einzelhandel

NRW-Einzelhandel

Erste Warnstreiks im NRW-Einzelhandel

Betriebsversammlungen in Kaufhäusern 14.05.2013

Erste Warnstreiks im NRW-Einzelhandel

Betriebsversammlungen in Kaufhäusern in Düsseldorf, Essen und Dortmund

Beschäftigte des Einzelhandels in Essen, Dortmund und Düsseldorf zu ersten ganztägigen Warnstreiks in der laufenden Tarifrunde aufgerufen. Gleichzeitig finden in großen Kaufhäusern der Städte Betriebsversammlungen statt, in denen sich die Beschäftigten über den Stand der Verhandlungen informieren wollen. Die Tarifvertragsparteien in Nordrhein-Westfalen waren nach der ersten Verhandlungsrunde am 8. Mai ohne Annäherung auseinander gegangen. Ein Angebot legten die Arbeitgeber nicht vor. Von den Warnstreiks betroffen sind Warenhäuser und Bekleidungsläden in Düsseldorf, Essen, Dortmund, Mülheim, Leverkusen, Solingen, Krefeld, Ratingen und Gütersloh.

ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer warnte die Arbeitgeberseite vor „der üblichen Verschleppungstaktik“. Die Beschäftigten hätten ein Recht darauf, am wirtschaftlichen Erfolg der Branche teilzuhaben. „Wir verhandeln in diesem Jahr nur über Löhne und Gehälter. Verhandlungsfähige Angebote der Arbeitgeber sind effektiver als verstaubte Rituale. Mit etwas mehr Wertschätzung den Beschäftigten gegenüber könnten wir schnell zu einem akzeptablen Ergebnis kommen“, erklärte Zimmer. Um die Entschlossenheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im nordrhein-westfälischen Einzelhandel zu demonstrieren, werde es in den nächsten Tagen zu weiteren Warnstreiks kommen, kündigte die Gewerkschaft an.

Die Kündigung des Manteltarifvertrages der Branche durch die Arbeitgeber sei „eine Provokation und der Versuch, sich auf Kosten der Beschäftigten zu bereichern“, sagte Zimmer. Für ver.di seien Verhandlungen darüber „zurzeit kein Thema“.

ver.di fordert für die rund 426.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, sowie den ca. 231.000 geringfügig Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Einzelhandel  6,5 Prozent, mindestens 140,- Euro mehr Gehalt und Lohn. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft 140,-  Euro mehr im Monat. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen.

Die nächste Verhandlungsrunde ist am 4. Juni geplant