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Referentenentwurf zur Kibiz-Reform: ver.di sieht Fachkräftemangel …

Referentenentwurf zur Kibiz-Reform: ver.di sieht Fachkräftemangel weiterhin als großes Problem der Kitas in NRW

08.05.2019

Der am gestrigen Dienstag (07. Mai 2019) von der Landesregierung verabschiedete Referentenentwurf des NRW-Familienministers Stamp zur Kibiz-Reform geht in die richtige Richtung, kann aber ohne Lösung des Fachkräftemangels nicht zur Verbesserung der Situation in NRW beitragen:

„Wir begrüßen sehr, dass das Kibiz nun überarbeitet wird. Allerdings haben wir den Referentenentwurf schon viel früher erwartet“, erklärte Gabriele Maahn, Landesfachbereich Gemeinden in NRW. „Grundsätzlich beinhaltet der Entwurf einige positive Elemente, wie die Einbindung der Beschäftigten bei der Evaluation des Gesetzes. Eine Flexibilisierung der Öffnungszeiten kann aber nicht mit dem vielerorts herrschenden Personalmangel umgesetzt werden. Wenn Kolleginnen und Kollegen die neuen Öffnungszeiten abdecken sollen, müssen sie aus den Kernarbeitszeiten entzogen werden. In vielen Einrichtungen ist die Arbeit aufgrund des Personal- und Fachkräftemangels aber schon mit den aktuellen Öffnungszeiten kaum zu leisten.“

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für den Bereich der Kindertagesstätten seit Jahren einen verbindlichen Fachkraft-Kind-Schlüssel, mindestens nach den Empfehlungen der OECD. Dafür müssten die Finanzmittel noch weiter erhöht werden.

„Neue Kitas können zum Teil nicht eröffnet werden, da nicht genug Personal zur Verfügung steht. Grundlage aller Neuerungen und guter Ideen muss also eine Strategie zur Lösung des Fachkräftemangels sein, der nur über die Aufwertung des Berufs funktionieren kann“, so Maahn weiter.

Für weitere Informationen:

Gabriele Maahn: 0211 61824 326

(Landesfachbereich Gemeinden, Gewerkschaftssekretärin)

Serdar Agit Boztemur: 0211 61824 297

(Landesfachbereich Gesundheits- und Sozialwesen, Gewerkschaftssekretär)