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AWO will engagierte Betriebsrätin loswerden

AWO will engagierte Betriebsrätin loswerden

Arbeitsgericht lehnt ab - neuer Versuch beim LAG 23.08.2016

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Westliches Westfalen versucht weiter, eine fristlose Kündigung der stellv. Betriebsratsvorsitzenden im Rosalie-Adler-Zentrum Bochum-Dahlhausen, Sabine Kleemann, durchzusetzen. Nachdem das Arbeitsgericht Bochum die fristlose Kündigung abgelehnt hat, versucht die AWO nun, die von der Belegschaft mit großer Mehrheit gewählte Be-triebsrätin und Gesamtschwerbehindertenvertrauensperson mit Hilfe des Landesarbeitsgerichts (LAG) in Hamm loszuwerden. Am 30. August 2016 um 9:00 Uhr berät das LAG über die Beschwerde der AWO gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Bochum. Diesmal hatte die AWO der Betriebsrätin vorgeworfen, sie habe eine neue Wohnbereichsleiterin mit Drohungen auf einer Trauerkarte gemobbt.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wirft der AWO-Geschäftsführung Westliches Westfalen Einschüchterungsversuche einer engagierten Betriebsrätin und Vertrauens-frau der Schwerbehinderten vor. „Sabine Kleemann hat immer wieder Missstände im Unternehmen angeklagt. Das hat der Geschäftsführung nicht gepasst“, erklärte ver.di-Gewerkschaftssekretärin Agnes Westerheide. Nachdem Sabine Kleemann, die seit 1995 in dem AWO-Seniorenzentrum arbeitet, 2009 zur Betriebsrätin und später Vertrauensperson der Schwerbehinderten gewählt wurde, erteilte ihr die AWO zu-nächst eine Abmahnung wegen ihrer langen und gegelten Fingernägel. Ein paar Tage später erfolgte die zweite Abmahnung wegen ihrer modellierten Fingernägel. Gut ein Monat später kam die nächste Abmahnung wegen einer unrichtigen Reisekostenabrechnung. Der Betriebsrat sah „Anzeichen von Mobbing“ und forderte die Einrichtungsleitung auf, für Abhilfe zu sorgen. Das Arbeitsgericht Bochum urteilte, dass alle „erteilten Abmahnungen ersatzlos aus der Personalakte (….) zu entfernen sind“.
Ein Pressegespräch zum Thema findet am
Donnerstag, 25.08.2016
um 15:00 Uhr im Saal A der ver.di-Bezirksverwaltung Bochum-Herne, Universitätsstraße 76, 44789 Bochum, statt.
Gesprächspartner/innen sind
Detlev Beyer-Peters, Dieter Neuhofen (Konzernbetriebsrat)
Stefan Bergsen (Konzernschwerbehindertenvertretung)
Martin Hillebrand (Vertretung des Betriebsrates im Rosalie-Adler-Seniorenzentrum
Rainer Blömke (Rechtsvertretung des Betriebsrates)
Barbara Schipp (Rechtsvertretung für Sabine Kleemann)
Agnes Westerheide (Gewerkschaftssekretärin)

Sie sind herzlich eingeladen.