Pressemitteilungen

Vorsicht Glatteis: Protestaktion der Klinikbeschäftigten in Leverkusen …

Fachbereich Gesundheit und Soziales

Vorsicht Glatteis: Protestaktion der Klinikbeschäftigten in Leverkusen und Solingen

04.07.2019

Verbunddienstleistungsgesellschaft Klinikum Leverkusen – Solingen

Aufgrund der städteübergreifend angekündigten Pläne der Kommunen Leverkusen und Solingen, einen Großteil der Beschäftigten der beiden städtischen Krankenhäuser outzusourcen, kommen die Beschäftigten unter dem Motto „Vorsicht Glatteis – Keine Armutslöhne in unseren Kliniken“ am 3. Juli 2019 zu einer ver.di-Protestaktion an beiden Standorten zusammen. Der für den 5. Juli 2019 geplante erste Tarifverhandlungstermin mit ver.di wurde kurzfristig von Seiten der Leverkusener Geschäftsführung ausgesetzt.

„Outsourcing und Lohnabsenkung in so großem Stil passt nicht in eine Zeit, in der wir gesellschaftlich für gute Arbeit und Versorgung in Krankenhäusern kämpfen“, erläutert Jan von Hagen, zuständig für Krankenhäuser bei ver.di NRW. „Ein gut funktionierendes Krankenhaus braucht nicht nur Pfleger und Ärztinnen, sondern genauso Reinigungskräfte, Laborpersonal, Logistikbeschäftigte und viele Berufe mehr, die alle ein Recht auf eine angemessene Bezahlung nach Tarifvertrag haben. In kommunalen Krankenhäusern muss das selbstverständlich sein.“

In den Tarifverhandlungen, die am 5. Juli 2019 in Leverkusen starten sollten, hätten die Geschäftsführungen beider Kliniken darlegen müssen, wieviel Interesse sie an guten und tariflich geregelten Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten beider Kliniken haben.

„Es kann nicht sein, dass ich hier seit über 10 Jahren gute Arbeit mache und jetzt das Klinikum Solingen verlassen soll“, empört sich Yvonne Brückmann-Steinhaus, Beschäftigte in der Wäscherei des Städtischen Klinikum Solingen.

„Ich arbeite in der Servicegesellschaft des Klinikum Leverkusen und verdiene über 20 % weniger als meine Kolleginnen in Solingen. Auch wir in der KLS haben gute Löhne und einen Tarifvertrag verdient“, erläutert Oliver Ulmer, Transportarbeiter und Betriebsrat aus Leverkusen den Wunsch vieler der 600 Beschäftigten der Klinikum Leverkusen Service GmbH (KLS).

Hintergrund der Proteste und Tarifverhandlungen sind die von den Kommunen Solingen und Leverkusen und den beiden Geschäftsführungen verkündeten Pläne, eine Verbundsdienstleistungsgesellschaft beider Kliniken zu gründen, in der 1500 Beschäftigte zu deutlich geringeren Löhnen, als in den Kliniken arbeiten sollen. Ein erstes Gespräch zwischen den Oberbürgermeistern und Geschäftsführungen mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am 8. April 2019 brachte bisher keine ausreichende Klarheit in die Pläne der Geschäftsführungen.

Hinweis für die Redaktionen

Die Protestaktionen finden im Rahmen einer aktiven Mittagspause am Mittwoch, den 3. Juli 2019 von 12:15 – 12:45 Uhr (Klinikum Leverkusen) und von 13:00 – 13:30 Uhr (Klinikum Solingen) jeweils vor den Haupteingängen der beiden Kliniken statt.

Klinikum Leverkusen, Am Gesundheitspark 11, 51375 Leverkusen, vor Haus A - ver.di-Kontakt: Arno Appelhoff, Tel.: 0170-3490340

Klinikum Solingen, Gotenstraße 1, 42653 Solingen - ver.di-Kontakt: Till Düwel, Tel.: 0160-2968326

Hintergrundmaterial steht Ihnen als Downloaddatei auf dieser Seite zur Verfügung.

Pressekontakt

Lisa Isabell Wiese Pressesprecherin
ver.di NRW
Telefon 0211.61 824-110
Fax 0211.61 824-460
Mobil 0160 90406939
lisa-isabell.wiese@verdi.de
pressestelle.nrw@verdi.de
Postanschrift
Karlstraße 123-127
40210 Düsseldorf