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Streikende der Unikliniken Düsseldorf und Essen zu Besuch beim …

Streikende der Unikliniken Düsseldorf und Essen zu Besuch beim Wissenschaftsministerium NRW

06.07.2018

„Wir organisieren der Ministerin gerne einen Sektempfang im Streikzelt“

Rund 100 Streikende der Unikliniken Essen und Düsseldorf sowie der Tochterunternehmen UKM und GKD haben dem Wissenschaftsministerium NRW zum Ende dieser Woche einen Besuch abgestattet. Ihre Forderung: Die für die Universitätsmedizin zuständige Ministerin Isabel Pfeiffer-Pönsgen soll im Tarifkonflikt für Entlastung und mehr Personal sowie für die tarifliche Bezahlung der Servicebeschäftigten Position beziehen. „Pflegenotstand und Tarifflucht kann man nicht aussitzen. Die Vorstände unserer Unikliniken entziehen sich seit Monaten ihrer Verantwortung. Wir erwarten, dass Frau Pfeiffer-Pönsgen ein Machtwort spricht,“ fasst Wolfgang Cremer, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen bei ver.di NRW, die Erwartung der Streikenden und ihrer Gewerkschaft zusammen.

Während die Beschäftigten der Unikliniken für mehr Personal durch einen Tarifvertrag Entlastung streiten, geht es den Servicekräften bei UKM und GKD – beide 100-prozentige Tochterfirmen des Düsseldorfer Uniklinikums – darum, überhaupt nach Tarifvertrag bezahlt zu werden. „Die Tarifflucht führt dazu, dass in einem landeseigenen Unternehmen Lohnunterschiede von bis zu 400 Euro monatlich bei gleicher Tätigkeit bestehen. Das darf die Ministerin nicht länger tolerieren“, so Cremer.

Eine Delegation der Streikenden verdeutlichte diese Forderungen den leitenden Mitarbeitern des Ministeriums in einem längeren Gespräch. „Die Landesregierung redet vom `Mitbestimmungsland NRW´ und die zuständige Ministerin schweigt zu den Tarifauseinandersetzungen an ihren Unikliniken – das passt nicht zusammen“, betont Cremer. „Ich gestehe zu, dass dieser Konflikt nicht den Charme einer Vernissage hat. Aber Frau Pfeiffer-Pönsgen ist nicht nur Kulturministerin, sondern auch die Ministerin der wissenschaftlichen Landesbetriebe.“ An den Kliniken gehe die Spielzeit auch in der Sommerpause weiter. Der Gewerkschafter bemüht sich, der Kultur- und Wissenschaftsministerin eine Brücke zu bauen: „Wir laden Frau Pfeiffer-Pönsgen gerne in unser Streikzelt ein, um ihr einen Einblick in Streikkultur zu vermitteln, wenn das dazu führt, dass sie ihrer Verantwortung nachkommt und die Klinikvorstände endlich zu ernsthaften Gesprächen mit ver.di bewegt.“