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Eisenbahn-Tarifvertrag (ETV): Befristete Warnstreikaktionen am …

Eisenbahn-Tarifvertrag (ETV): Befristete Warnstreikaktionen am 1.April

31.03.2022

Nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden mit dem Arbeitgeberverband Deutsche Eisenbahnen e.V. (AGVDE) für rund 6000 Beschäftigte, die unter den Eisenbahn-Tarifvertrag (ETV) fallen, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten mehrerer Verkehrsunternehmen in vier Bundesländern zum Warnstreik am 1. April 2022 auf. 

In NRW sind die Beschäftigten folgender Betriebe zum Warnstreik aufgerufen:

Mindener Kreisbahnen GmbH und MKR Mühlenkreis Bus 
von 09:00 bis 12:00 Uhr Busbetrieb und Güterverkehr, Karlstraße 48, 32423 Minden

Häfen und Güterverkehr AG HGK und der RheinCargo GmbH & Co. KG
von 12:00 bis 15:00 Uhr HGK und Rheincargo am Hafenstandort Köln-Niehl

Oberbergische Verkehrsgesellschaft OVAG
von 04:30 bis 08:30 Uhr, Kölner Str. 237, 51645 Gummersbach 23

Mit dabei ist das Tochterunternehmen VBL und unterstützt die Kolleginnen und Kollegen mit einem Solidaritätsstreik! 

ver.di fordert für die rund 6.000 Beschäftigten eine Lohnerhöhung um 7 Prozent. Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt eine Erhöhung von lediglich 3 Prozent angeboten. „Wir werden mit den Warnstreiks ein erstes Zeichen setzen, dass unsere Forderungen ernst gemeint sind und die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen müssen. Falls nötig, wird es auch zu weiteren Aktionen kommen“, betont ver.di-Verhandlungsführer Volker Nüsse. „Die Beschäftigten und ihre Familien sind von den Preiserhöhungen der letzten Monate hart getroffen. Es braucht eine Zeitenwende bei der Lohnentwicklung, um die steigenden Kosten aufzufangen und die Arbeitsbedingungen so weit zu verbessern, dass dem Personalmangel in vielen Betrieben etwas entgegengesetzt werden kann.“

„Die Beschäftigten in den ETV Betrieben sorgen jeden Tag dafür, dass Güter und Fahrgäste klimafreundlich und zuverlässig an ihr Ziel kommen. Für sie selbst ist allerdings kein Verlass mehr, dass das Geld bis zum Monatsende reicht. Deshalb setzen wir mit den Warnstreiks ein erstes Zeichen“, so Peter Büddicker zuständiger Gewerkschaftssekretär in NRW.

ver.di geht davon aus, dass es in Minden und Gummersbach zu Beeinträchtigungen im Busverkehr und in Köln zu Verzögerungen beim Güterumschlag kommen kann. 

Neben den Aktionen in NRW sind Warnstreiks in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg geplant. Mit den bundesweiten Aktionen will ver.di den Druck in den Verhandlungen erhöhen. 

Der Tarifvertrag läuft bis Ende März 2022. Ab dem 1. April sind Warnstreiks in den Betrieben möglich. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 26. April statt.

Der ETV, „Tarifvertrag für die Bediensteten der nicht bundeseigenen Eisenbahnen und von Kraftverkehrsbetrieben“, regelt die Arbeitsbedingungen und Entgelte von etwa 6.000 Beschäftigten in rund 40 Betrieben in ganz Deutschland. Tarifparteien sind die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Arbeitgeberverband Deutsche Eisenbahnen e.V. (AGVDE). Die dem Tarifvertrag angeschlossenen Unternehmen erbringen mehrheitlich Dienstleistungen im ÖPNV auf der Straße und der Schiene oder sind im Schienengüterverkehr tätig. Auch Hafenbetriebe und Werkstätten finden sich in dem Tarifbereich. Gehalten werden die meisten Unternehmen von Trägern der öffentlichen Hand.

Für Rückfragen: Peter Büddicker 01702230803

Für bundesweite Rückfragen: Volker Nüsse 0175/2253611

 

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